Kunst- und Architekturexkursion nach Köln

Kunst- und Architekturexkursion nach Köln

Früh morgens am 20. Oktober 2021 startete der sehnlichst erwartete Tag: der Ausflug nach Köln des Leistungsfachs Kunst. Nachdem wir alle versammelt zum Hauptbahnhof gefahren waren, mussten wir dort nicht lange auf unsere Bahn warten und ab ging es Richtung Köln und zu Peter Zumthors berühmten Gebäudes Kolumba. Wir hatten die Ehre es mit eigenen Augen zu betrachten und es sogar betreten zu dürfen. Als wir ankamen war es schon gegen zehn Uhr und als Einstieg machten wir einen kleinen Abstecher zum Kölner Dom, denn wenn man schon einmal die Gelegenheit hat gleich mehrere berühmte Gebäude anzuschauen, sollte man sich diese nicht entgehen lassen. Imposant und eindrucksvoll ragt der Dom in die Höhe und hinterlässt mit seinen verspielt gestalteten Fenstern, bemalten Böden und Wänden einen bleibenden Eindruck. Nach dieser Besichtigung ging es zum Kunstmuseum Ludwig, in dem wir uns außergewöhnliche Kunstwerke und wunderschöne Gemälde ansahen. Abwechslungsreich und spannend konnte man in jede Epoche einen Blick werfen. Neben Plastiken und Gemälden gab uns das Museum auch einen kleinen Einblick in die Fotografie. Aber nicht nur darüber durften wir staunen, man hatte auch immer wieder einen sehr schönen Ausblick auf den Dom und den Rhein.

Jetzt hatten wir uns eine Mittagspause verdient, um danach gestärkt Kolumba besichtigen zu können. Um vierzehn Uhr trafen wir uns vor dem Eingang des Gebäudes und durften es endlich in Realität sehen. Das Gebäude ist sehr besonders mit seinem eckigen Kubus und seiner vielseitigen Fassade. Neu und Alt wurde darin verbunden: Die alte Kirche, die nach dem zweiten Weltkrieg teils zerstört wurde und jetzt nur noch in Trümmern da liegt, eine Grabungsstätte, sowie auch die Kapelle von Gottfried Böhm. Peter Zumthor hat mit seinem Bau Großes vollbracht und ein zweistöckiges Kunstmuseum oben drauf gebaut. Somit ist Kolumba zu einem berühmten, attraktiven Ziel für alle Architekturliebhaber geworden. Unten befindet sich die Grabungsstätte, die man durch einen Zickzack-Weg besichtigen kann. Das Museum beginnt einen Stock höher und wird von Pfeilern gehalten, die sorgfältig und bewusst in einzelnen Bereichen der Grabungsstätte stehen. Die Atmosphäre im ganzen Gebäude ist einzigartig und man bekommt Zumthors sorgfältige Arbeitsweise zu Gesicht. Seine genaue Wahl von Materialien bekommen wir in jeden Raum zu sehen und zu spüren. Besonders aufregend sind die einzelnen, sehr hohen Ausstellungsräume des Museums, die jedes Geräusch in einem Hall widerspiegeln, sowie die Bibliothek ganz aus Holz, mit einem fantastischem Blick nach draußen. Besonders war auch der Samt-Raum. Ganz in schwarz, mit Samt verkleidet, gibt er eine heimelige und mystische Atmosphäre wieder. Ein weiteres Highlight waren die großen Broschenfenster, die einen direkten Blick nach draußen und sogar auch auf den Dom ermöglichten. Man hatte das Gefühl, es gäbe keine Fenster, weil diese Broschenfenster innen und außen förmlich verschmelzen ließen. Peter Zumthors Gebäude Kolumba ist sehr interessant und eindrucksvoll und es wirkt in Realität komplett anders, als auf Bildern und Videos, die wir im Unterricht angeschaut hatten.

Nach diesen vielen Eindrücken machten wir ein letztes Mal Pause und konnten uns die Stadt Köln noch einmal selbst anschauen, bevor es leider schon zurück zum Bahnhof ging. Dort nahmen wir schweren Herzens den Zug zurück nach Stuttgart und ließen Köln hinter uns, aber mit einer sehr schönen Erinnerung und vielleicht wird man sich ja bald schon wieder sehen.

Es war ein sehr schöner Ausflug, der zugleich lehrreich war und auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Bericht: Nathalie Schwager J2,

Fotos: Michaela Lichtenberg