Lobkultur
Lob ist wichtig. Lob fördert nicht nur die seelische Gesundheit und Anstrengungsbereitschaft, sondern allgemein eine Kultur des Geachtetwerdens, der Achtsamkeit und der Aufmerksamkeit. Das Gute herauszuheben ist motivierender als kritisieren oder strafen. Das bedeutet die Anstrengungen Einzelner, die je nach Vermögen im Ergebnis in unterschiedlicher Ausprägung sichtbar werden, sensibel wahrzunehmen. Deswegen gibt es die Lobkultur an unserer Schule.
Was ist die Lobkultur?
Am Ende des Jahres kann es eine Loburkunde geben. Die sind für Schüler gedacht, die sich z.B. durch Zivilcourage ausgezeichnet haben, sich in besonderer Form für das Klassenklima oder Einzelne eingesetzt, besondere Hilfsbereitschaft oder soziales Engagement gezeigt haben oder in irgendeiner anderen Weise etwas Bemerkenswertes geschafft haben. Dies kann auch eine persönliche Veränderung im Verhalten, eine Leistungssteigerung bzw. besondere Leistung in einem Fach oder etwas anderes Außergewöhnliches sein. Vor allem ist es bei jedem etwas anderes, das eine besondere Anerkennung verdient. Was dem einen schwerfällt, ist für den anderen selbstverständlich, und was für diesen selbstverständlich ist, ist für den nächsten eine persönliche Herausforderung oder Hürde. Hier ist eine ganz individuelle Wahrnehmung gefragt.
Was will man damit erreichen?
Zivilcourage, Hilfsbereitschaft, ein achtsamer Umgang miteinander, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, Kooperation, achtsamer Umgang mit Material und Räumen sind Werte, zu denen die jungen Menschen an unserer Schule erzogen werden sollen.
Wie soll das Ganze funktionieren?
Lobkultur muss gelebt und erlebt werden. Daher sollte Lob nicht nur in Urkunden ausgedrückt werden. Loben kann ich meine Mitschüler und Mitschülerinnen, meine Schüler und Schülerinnen, meine Lehrer und Lehrerinnen. Loben sollte ich, was mir persönlich positiv auffällt. Eine Lobkultur muss gelebt werden, von allen, die gemeinsam arbeiten und leben.
Als Anerkennung besonders lobenswerter Ereignisse (s.o.) kann es am Ende des Schuljahres eine von der Schule ausgestellte Loburkunde geben. Damit möglichst nichts in Vergessenheit gerät, sollten herausragende Vorkommnisse mehrfach im Jahr gesammelt und evtl. schriftlich festgehalten werden. Hier ist auch die besondere Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler gefragt, die z.B. ihre Klassenlehrer/innen auf besondere Ereignisse aufmerksam machen sollten.
Die Lobkultur ist kein Tätigkeitsnachweis. Hierfür stehen andere Instrumente, wie z.B. der „Qualipass“ zur Verfügung.
Hier geht’s zum Artikel über die Verleihung des LMG-Sonderpreis für soziales Engagement und Zivilcourage.
Von Mirac Öztürk & Leonard Rupietta unter Mitarbeit von Herr Heemann und Frau Ruß