Category: Geographie

Exkursion des Geographie-Leistungskurs (J2) in die Eifel

Exkursion des Geographie-Leistungskurs (J2) in die Eifel

Am 19. Juni haben wir (der Geo LK) uns auf den Weg in die Eifel gemacht. Nachdem wir angekommen waren, wurde zuerst unser Haus für die nächsten Tage inspiziert und die Zimmer verteilt. Da ja ein „Axtmörder” oder Kühe nachts reinkommen könnten (Zitat Jana), wurde vor allem bei der Bettwahl auf Türen und Fenster geachtet.

Abends haben wir dann alle zusammen in unserem Garten gegrillt. Nachdem David das ganze Gewürz- Ketchup auf seinem Teller verteilt und damit alle zum Lachen gebracht hat, haben wir uns nach drinnen gesetzt und Uno Flip gespielt. Hierbei stellte sich heraus, dass man sogar beim Uno- Spielen schummeln kann und es keiner bemerkt.

Als wir dann alle zu müde waren, um weiterzuspielen, sind wir ins Bett gegangen. Jana, Janina und Hannah haben sich noch gut unterhalten und haben gelernt, dass die Blitze draußen keine Paparazzi sind, welche Kühe fotografien, und man sich deshalb keine Sorgen machen muss (Zitat Janina). Trotz wiederholten Versuchen von Janina, Jana in ihrem Redefluss zu stoppen, wachte Raluca um 2 Uhr genervt von den anhaltenden Gesprächen der drei auf. Nach einer Ansage ihrerseits traute sich nicht einmal Jana mehr, etwas zu sagen.

Am 20. Juni haben wir an vier unterschiedlichen Stationen etwas über den Vulkanismus in der Eifel gelernt. Als Erstes hat uns Raluca etwas über die Eifel im Generellen erzählt. Danach sind wir zu dem Steinbruch „Ettringer Lay“ gefahren, der heutzutage ein bekannter Ort für Kletterliebhaber ist.  Trotz des schlechten Wetters haben wir uns an einen kleinen Rundweg gewagt, konnten hierbei den Steinbruch von unterschiedlichen Perspektiven sehen und haben zum Beispiel gelernt, dass die Mächtigkeit von Steinsäulen oben geringer ist als unten, da die Lava unterschiedlich schnell abgekühlt ist. Hierbei hat man gemerkt, dass wir stets passend für die Wetterlage angezogen waren: Vom Sommerkleid, T-shirt bis Pullis war bei stolzen 11 Grad alles dabei.

Danach sind wir zu dem Eppelsberg gefahren, wo man die unterschiedlichen Schichten des vulkanischen Materials sehen konnte. Hier hätte Vivian ein Referat halten sollen, jedoch konnte sie aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Exkursion teilnehmen und ist deshalb auch nicht auf Bildern zu sehen.

Als wir auch hier alles gesehen hatten, ging es weiter an den Laacher See. Auf dem Weg dorthin sahen wir Kühe. Vor allem die eine, die mit gestreckten Hals unter einen Baum stand und dort gefressen hat, fanden wir alle süß. Zu dieser sagte David, dass so die Giraffen entstanden seien. Also hatten wir auch hier etwas zu schmunzeln. Dort erzählte er uns dann die wichtigsten Fakten über den Laacher See und wir lernten, dass dieser kein normaler See ist, sondern es sich um eine sogenannte Caldera handelt.

Unsere letzte Station war dann noch ein Geysir-Museum in Andernach. Nach einer tollen Führung mit vielen praktischen Experimenten, die wir machen konnten, ging es mit einem Boot zu dem weltweit größten Kaltwasser Geysir. Durch das mittlerweile sehr schöne, warme Wetter war dieses Erlebnis sehr schön.

In Koblenz ließen wir den Abend dann ausklingen. Jana informierte uns über Koblenz, während Sebastian und Janina uns Wissenswertes über den Rhein und die Mosel berichteten. Wir haben abschließend noch in einem Restaurant zu Abend gegessen und sind zurück zu unserem Haus gefahren. Auf dieser Fahrt haben sich Jana, Raluca, David und Hannah gewundert, wieso Aaron und Sebastian plötzlich in dem Auto von Frau Jöst so herum fuchteln. Wie sich dann später herausstelle, war eine Stinkwanze im Auto, welche zu interessanten Dance Moves der Jungs geführt hatte.

Am leider schon letzter letzten Tag unserer Exkursion, dem 22. Juni, haben wir noch eine Wanderung zu Maaren gemacht, bei welcher alle fröhlich am Meckern über das Hochlaufen oder doch dem Runterlaufen waren. Dort hat uns Aaron noch etwas über Maare erzählt. Nach diesem letzten Ausflug ging es wieder zurück nach Remseck.

Abschließend können wir also sagen, dass wir auf unserer Exkursion ganz viel Spaß hatten, viel erlebt und gelernt haben. Wir hatten eine sehr schöne Zeit. Außerdem möchten wir ein großes Dankeschön an den Förderverein aussprechen, der uns finanziell unterstützt hat.

Bericht: Hannah Grün (KS2)
Bilder: N. Jöst

Schülerinnen des LMG gewinnen Landespreise beim 67. Europäischen Wettbewerb 2020 – Act for YOUR future!

Schülerinnen des LMG gewinnen Landespreise beim 67. Europäischen Wettbewerb 2020 – Act for YOUR future!

Der Europäische Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ist der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands (Gründungsjahr 1953). Er bringt Europa ins Klassenzimmer und fördert die Kreativität und Europakompetenz von Jugendlichen.

In diesem Schuljahr nahmen drei Schülerinnen der Klasse 10b des Lise-Meitner-Gymnasiums im Rahmen ihres Geographie-Unterrichts daran teil.

Eine außergewöhnliche Siegerehrung in Corona-Zeiten!

Elif Haita blickte durch ihr „europäisches Sichtfenster“, recherchierte zu Flüchtlingen aus Afrika und erstellte eine wissenschaftliche Arbeit zur weiterhin höchst aktuellen Flüchtlingsproblematik. Darin beleuchtete sie sowohl die Fluchtursachen als auch mögliche Lösungsansätze und appellierte an die Verantwortung Europas.

Tabea Meusel übernahm das ebenso aktuelle Thema „Klimawandel“ und warf die Frage auf, ob er noch rechtzeitig zu stoppen sei. Dabei beschrieb sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit das Ausmaß des gegenwärtigen Klimawandels und erläuterte nach entsprechender Recherche die Ursachen. Die von ihr aufgeführten Auswirkungen zeigten eindringlich, wie wichtig es ist, dass die Politiker baldmöglichst bindende Beschlüsse vereinbaren.

Luisa Kühbauch entwickelte in Anlehnung an Greta Thunbergs „Fridays for Future“ ihren Plan einer Jugendbewegung mit dem aussagekräftigen Titel „Act for YOUR future“. Mithilfe eines Selbstversuchs beschreibt sie auf äußerst kreative Weise eine neue, noch nicht existente App, die zum Umdenken jedes Einzelnen bei der persönlichen Emission von Treibhausgasen führen soll.

Alle drei Schülerinnen punkteten auf mehrfache Weise: Sie wurden mit Landespreisen geehrt und erhielten dabei Urkunden und Buchpreise im Wert von jeweils 13€ zum Einkauf bei lokalen Buchhändlern. Außerdem reichten sie ihre Arbeiten als GFS im Geographie-Unterricht ein.

Bleibt neugierig und tragt weiterhin dazu bei, dass Europa wieder mehr zusammenwächst und Lösungen für die aktuellen Problemen findet!

Foto: T. Meusel

Bericht: C. Gogollok

Wie läuft Entwicklungsarbeit in der Praxis ab? – Geographischer Vortrag zum Thema Entwicklungsarbeit

Wie läuft Entwicklungsarbeit in der Praxis ab? – Geographischer Vortrag zum Thema Entwicklungsarbeit

Wir wissen, dass es große globale Unterschiede im Entwicklungsstand gibt und wir, als eine wohlhabende Industrienation, helfen weniger entwickelten Ländern, die Armut zu bekämpfen. Doch wie läuft diese Entwicklungsarbeit in der Praxis eigentlich ab?

Um diese Frage kritisch beantworten zu können, organisierten die Geographie-LehrerInnen der Kursstufe 2 einen Vortrag: Die Entwicklungshelferin Frau Alff besuchte die SchülerInnen am 15.1. und referierte über ein Brunnenprojekt in der Demokratischen Republik Kongo.

Dazu sensibilisierten sie die Lerngruppe zunächst einmal für die globale Wasserproblematik und unseren Wasserverbrauch. Danach erklärte Frau Alff die globale Entwicklungszusammenarbeit, wobei sich herausstellte, dass das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) nur eine kleine Rolle einnimmt und China als großer neuer Akteur gerade in Afrika große Arbeit leistet. Im Anschluss daran stellte Frau Alff den Kongo vor, wobei schnell dessen Probleme klar wurden: Obwohl es wegen seines Ressourcenreichtums zu den reichsten Ländern der Welt gehört, ist es eines der ärmsten Länder der Welt. Mehr als 80% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und ein Großteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Wasserproblematik versuchte das BMZ in 20 Dörfern zu verbessern.

Um dies zu erreichen, wurde zunächst die Bevölkerung sensibilisiert und aufgeklärt. Dann wurden Brunnen errichtet und die Dorfgemeinschaft bei dem Wassermanagement unterstützt, damit sie dies auch selbstständig organisieren und aufkommende Probleme lösen können. Hierfür wurde unter anderem auch ein Wasser-Rat ins Leben gerufen und klare Regeln aufgestellt, denn ein wichtiges Prinzip der Arbeit des BMZ ist es, dass sich die Menschen selbst helfen können.

Nachdem Frau Alff dieses Projekt vorgestellt hatte, haben die Kursstüfler darüber diskutiert, wie man dies bewerten könnte. Dabei wurde schnell deutlich, dass die ökonomischen Aspekte bei der Bewertung weniger wichtig sind als die sozialen und ökologischen Faktoren.

Insgesamt kam der Vortrag bei den SchülerInnen gut an, was folgenden Stimmen zeigen:

  • „Es war cool, dass es so viele Informationen gab; so etwas ist bereichernd.“
  • „Es ist gut zu wissen, wie es wirklich abläuft und wie effizient es ist.“
  • „Toll war, dass es so persönlich war und man viel von Frau Alffs eigenen Erlebnissen erfahren hat.“
  • „Besonders interessant fand ich die Vorstellung des Projekts.“
  • „Krass war aber, dass sie zu „Fridays for Future“ aufgerufen hat und meinte, wir sollten mal mit unserer Schulleitung sprechen.“

Wir danken Frau Alff für Ihren Besuch und freuen uns, Sie bald wiederzusehen!

Bericht und Fotos: N. Jöst

Unterricht zum Anfassen – das LMG erhält einen Gesteinskoffer

Unterricht zum Anfassen – das LMG erhält einen Gesteinskoffer

Bodenkunde, Geologie und Rohstoffproblematik – Diese Themenfelder gehören mit Sicherheit nicht zu den spannendsten im Geographieunterricht. Im Gegenteil: Für viele Schüler ist der Weg zum Verstehen dieser Themen ein steiniger. Dies liegt mitunter daran, dass es schwer ist, einen praktischen Bezug herzustellen. Zu abstrakt wirken Begriffe wie Granit, Gneis und Schiefer.

Doch damit ist seit dem 11.11.2019 Schluss. Die Fachschaft Geographie bekam einen Geo-Koffer, befüllt mit 14 Gesteinshandstücken sowie zahlreichen ergänzenden Unterrichtsmaterialien, übergeben. Dieser Koffer des Industrieverband Steine und Erden wurde von der Firma Krieger in Remseck gestiftet.

Zur offiziellen Übergabe waren neben Anne-Marie Kraus und Dagmar Kesten vom Industrieverband Steine und Erden sowie Michael Krieger und Torsten Wagler von der Firma Krieger auch Vertreter der Politik anwesend. So verwies Oberbürgermeister Dirk Schönberger im Rahmen der Veranstaltung z.B. auf den stillgelegten Steinbruch Beutelstein als Beispiel für die Renaturierung eines Gebietes nach dem Gesteinsabbau.

Und auch der Landtagsabgeordnete Jürgen Walter, der sich derzeit besonders gegen die „Steinwüsten“ in den Vorgärten einsetzt, brachte mit diesem Arbeitsgebiet einen weiteren interessanten Aspekt zum Thema Gesteine ein.

So zeigt sich also, dass die oben genannten geographischen Themenfelder doch sehr anschaulich sein und vor Ort erkundet werden können.

Von Seiten des Lise-Meitner-Gymnasiums waren unsere Schulleiterin Antonia Bott sowie die Fachschaftsleiterin der Geographie, Christine Lehmann, anwesend. Beide freuen sich über den Gesteinskoffer sehr. Auch Maximilian Carle, Schülersprecher am LMG, ergriff das Wort und betonte, wie wichtig es sei, im Unterricht auch mal etwas in die Hand nehmen zu können. Neben ihm waren etwa 20 Vertreterinnen und Vertreter der SMV aus allen Klassenstufen anwesend.

Dies zeigt, dass der Gesteinskoffer Anschauungsmaterial für alle bietet: im Bereich der Bodenkunde in Klasse 5, beim Thema Lithosphäre in Klasse 9/10, aber eben auch bei der Rohstoffproblematik in der Kursstufe. Und so überrascht es nicht, dass die anwesenden Schüler der SMV vom Inhalt des Geo-Koffers angetan waren. Reaktionen von „Endlich mal was Praktisches!“ über „Was zum Anfassen ist immer sinnvoll!“ bis hin zu „Hätte ich das damals gehabt, dann hätte ich mir den Gesteinskreislauf viel besser vorstellen können!“ sind nur einige Beispiele.

Das LMG möchte sich aus diesem Grund nochmals bei allen Beteiligten bedanken und hofft auf viele Unterrichtsstunden, die dank des Geo-Koffers nicht mehr steinig beim Nachvollziehen des Stoffes, sondern nur noch „steinig in der Hand“ sind.

Fotos: Martin Hentsch

Bericht: Christine Lehmann

Exkursion des NF Geographie zum Max-Eyth-See – ein unterhaltsamer Bericht

Exkursion des NF Geographie zum Max-Eyth-See – ein unterhaltsamer Bericht

Am 22.05. um 11.20 Uhr trafen sich die atemberaubend wissensdurstigen Geo-Giganten am (geologisch abenteuerlich angelegten) Schulbrunnen, zwangen sich in die zwei zur Verfügung stehenden Kraftfahrzeuge und steuerten, topmotiviert und mit bester Exkursionslaune ausgerüstet, geradewegs gen Max-Eyth See alias „Stuttgarter Bodensee“.

Nachdem alle Nachzügler eingetroffen und sämtliche Informationsblätter durchgelesen wurden, rollte die unaufhaltsame GG-Maschinerie auf die ehemalige Kiesgrube und Neckarerweiterung zu. Der erste Stopp wurde an der geographisch analysierwürdigen Löß-Wand vorgenommen.

Bewundernswerte Lößwand

Man rätselte ob des Ursprungs dieses lockeren Sedimentgesteins, natürlich ganz ohne einen kurzen Blick auf die nahegelegene Informationstafel zu erhaschen (#tooeasy).

#tooeasy für unsere Neigungskursler…

Weiter ging die Reise zum allseits bekannten „Golden Gäitle“, einer von Liebesschlössern bekleideten Neckarbrücke, die den Weg in Richtung Max-Eyth-See und umliegenden Park bahnt.

Niemand wagte den Sprung ins kalte Nass, auch wenn der Wetteinsatz bei über drei Lößbrocken lag!

Dort bewunderte die Geo-Elite die durch gewaltige Niederschlagssummen angestiegene Flussgeschwindigkeit des Neckars, sowie seine deutlich dunklere Farbe (durch höhere Geschwindigkeit gleichzeitig auch mehr Abtragung), die verschiedenen Anbauarten der am Neckarhang gelegenen Weingärten und die schier unendliche Kreativität der vielleicht auch heute noch verliebten Liebesschlosspaare (Tipp vom Laien: Das Schloss immer so anschließen, dass sich die Gravur auf der richtigen Seite befindet).

Es riecht wie Abwasser, es sieht aus wie Abwasser, es schmeckt wie Abwasser, es ist Neckarwasser…

Noch mit der Frage im Kopf, ob das Exemplar in San Francisco nun Imitat der eben überwundenen Flussüberbrückung oder vielleicht doch das Original sei, hieß es auch noch die letzte Hürde der vorletzten Geo-Exkursion sportlich wie gekonnt zu nehmen; nachdem der Slalomlauf um den Hofener Gänsekacke-Hahnenkamm überwunden war, blieb einem nichts außer eine wunderschöne, offene und weite Nord-Ost-Aussicht über die beinah gesamte Anlange. Hier erfuhr die Truppe noch einmal einiges über die ereignisreiche Geschichte und das biologische Schicksal des Sees. Zum Beispiel droht das nährstoffreiche und produktive Stillgewässer jedes Jahr aufs Neue zu kippen, da der Neckar als einzige Zuflussquelle im Sommer zum benötigten Sauerstoffimport nicht immer ausreicht. Oder, dass der See in Zeiten des Zweiten Weltkrieges leergepumpt werden musste, da er alliierten Fliegerverbänden durch seine signifikante Form und Position als hilfreicher Orientierungspunkt dienen konnte.

Wir wollten die Bodenbeschaffenheit des Sees untersuchen, die MosesEvents-GmbH war jedoch leider ausgebucht

Als sich das Wissen des Geographie-Silberrücken Gogollok bezüglich des Max-Eyth Sees dann doch schließlich dem Ende neigte, wurden letzte Fragen geklärt, hochprofessionelle Beweisfotos aufgenommen und man begab sich langsam und unüberraschend zielsicher (#gpsbrain) an den ursprünglichen Startpunkt der Exkursion, wo diese dann relativ schmerzlos und undramatisch endete.

Mit größter mentaler Anstrengung werden potentielle Triangulationspunkte zur Lagebestimmung der geparkten PKWs lokalisiert

Der Max-Eyth-See-Kreislauf war somit abgeschlossen.

Bericht: Samuel Novotny

Fotos: Ivo Zeitz und C. Gogollok

A trip to the zoo – a tropical day!

A trip to the zoo – a tropical day!

On Thursday, 22th January 2019, we, the bilingual students of class 7a, our teacher Miss Barth and a student’s parent, Mr. Roth, went on a trip to the Tropical House (Amazonienhaus) in the Wilhelma, because our topic at school was the tropical rainforest.

We were all very excited when we met at 12:25 at the bus stop in front of LMG. Then we took the bus to the U-Bahn station. When the U12 arrived at 12:45 we took it to the Wilhelma. We just had to change lines once, at Max-Eyth-See. Finally we arrived at the Wilhelma at 1 pm.

Miss Barth bought our tickets and we made a photo in front of the entrance.

After that we formed two groups. One group visited the Wilhelma on their own and the other group went on a guided tour of the tropical house.

We were in the group that first walked around the Wilhelma on their own. We saw many fascinating animals like tigers, giraffes and monkeys.

At 14:40 our group visited the tropical house. Our guide told us many things about the tropical rainforest, for example the temperatures in the rainforest are very high (the annual average temperature is 25°C) or that in the tropical rainforest there aren´t any seasons like here in Germany, they have a diurnal climate (that means that the weather just changes during the day but it`s the same every day).

In the tropical rainforest very much rain falls during the year (1804mm).

Our guide also told us how fast banana trees grow (they grow very fast) or about poisonous frogs (they are very colourful so you can see that they are poisonous). We also made handmade bandanas from banana tree material (bark).

Our guide also showed us how to make a handmade football from dead biomass.

Then our guide showed us a special fruit in a picture. In a box she had orange parts of this fruit. They where dry, so she mixed them with water and drew red stripes on our faces. We looked very funny. 

There was another highlight, the cocoa beans. We could taste them, but they weren´t sweet like chocolate! The guide also showed us a bar of fair trade chocolate and explained what fair trade was. After that we ate the chocolates, they were very tasty.

We also saw bats. They were sleeping in a corner where it was very dark.

When we saw a tree with spiny thorns our guide explained that the tree protects itself this way so that no other plants like stranglers (lianas) can grow up on it. Here you can see an old snake skin. 

After one and a half hour our tour was finished.

We meet again and went back. At about 16:40 pm we were back at the station in Neckargröningen.

It was a very funny and interesting day in the Wilhelma.

Text – by Mandy, Anna Maria & Lori (7a), (revised by A. Barth, Bilingual Geography teacher)

Photos – courtesy of Wilhelma Stuttgart, Herr Roth (parent) and Mandy (7a)

Neigungskurs Geographie erhält spannende Einblicke in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit

Neigungskurs Geographie erhält spannende Einblicke in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit

– Friedensfachkraft berichtet vom Leben und Arbeiten in Uganda –

Nach den positiven Erfahrungen des vergangenen Jahres besuchte Herr Hinderer, ein ehemaliger Entwicklungshelfer der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), am 26. Oktober 2018 erneut einen Geographiekurs des LMG Remseck.

Herr Hinderer arbeitete mehrere Jahre in Uganda gemeinsam mit lokalen Mitarbeitern des Zivilen Friedensdienstes (ZFD). Anhand seiner vielfältigen Erfahrungen berichtete er von der Friedensförderung und Entwicklungszusammenarbeit sowie von den zu bewältigenden Schwierigkeiten. Thematisch ging es um Maßnahmen, die auch die Situation der Dorfbewohner verbessern wie z.B. „Energy Saving Stoves“ (Energiesparöfen) und „Saving Groups“ (vgl. Raiffeisenbanken) im Sinne der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Die Grundlage des Einsatzes von Herrn Hinderer bildeten Maßnahmen zur Friedenserziehung, sodass auch bei großen ethnischen Disparitäten eine Zusammenarbeit möglich wird. Nach den spannenden sehr authentischen Einblicken nutzten die Kursteilnehmer die Möglichkeit, in der Fragerunde weitere Details aus erster Hand zu erfahren.

Rückblickend äußerten sich die Teilnehmer des Neigungskurses Geographie (KS2) wie folgt:

Ich fand interessant, dass

  • es in Uganda Ressourcenkonflikte gibt, weil bestimmte Gebiete nicht für alle Menschen zugänglich sind. (Simon)
  • Uganda mit regenerativer Energie und Gewaltprävention nachhaltig geholfen wird. (Ivo)
  • die Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen durch Friedenserziehung in Sekundarschulen, z.B. durch „Peace-Camps“ erfolgt (Vanessa)
  • die Leute, die nach Uganda kommen, mit Leuten vor Ort zusammenarbeiten, um anderen (allen Bewohnern) zu helfen und deshalb meist gut aufgenommen werden. (Luisa)
  • sich der Alltag so enorm von unserem unterscheidet. Beispielsweise hat man in Uganda nur ca. 10 Liter Wasser (1 Eimer), um sich zu duschen. (Sarah)
  • es in Uganda starke Landkonflikte gibt, sodass Menschen quasi dazu gezwungen sind auf fremdem Land ihr Haus zu bauen, da andere zuvor einfach auf ihrem Land gebaut haben. (Katharina)
  • es Friedenserziehung in Sekundarschulen gibt, wie dort in „Peace Camps“, aber dass sie nicht nur durch striktes Lernen sondern durch Teamarbeit Erfolg erzielen möchten. (Gülin)
  • Kriminalität in Uganda viel höher als in Deutschland ist ist. Wenn man als Ausländer in Uganda arbeitet, benötigt man daher einen Wachmann. Sobald man Geld und Einfluss hat, muss man immer auf seine Sicherheit achten. Wenn der Bevölkerung oder der Regierung das Handeln oder die Meinung Einzelner nicht passt, muss man um sein Leben fürchten. (Sina)
  • in Uganda die Stammeszugehörigkeit eine große Rolle spielt und es deshalb immer wieder zu gewalttätigen Konflikten kommt. (Florian)
  • man eine Entwicklungszusammenarbeit „in echt“ gesehen hat, also wie es vor Ort funktioniert sowie den gesellschaftlichen Stand von einem Entwicklungshelfer in einem ugandischen Dorf. (Fabian)
  • die lokalen Entwicklungsorganisation ohne Anwesenheit eines Europäers / Weißen nicht beachtet wird, obwohl sie die gleichen Ideen verbreiten. (Julius)
  • dass Uganda trotz seiner großen Armut bereit ist, mehrere Millionen Flüchtlinge aus Südsudan, Ruanda, Burundi und Kongo aufzunehmen und diesen Land überlassen trotz der Landkonflikte. (Marco)
  • dass Herr Hinderer trotz der Schwierigkeiten bereit ist, erneut nach Uganda zu reisen und den Menschen dort zu helfen. (Albion)
  • dass mit Hilfe solcher Hilfsorganisationen das Leben einiger Menschen in Uganda tatsächlich verbessert werden kann, indem man z.B. beim Planen und Bau eines Staudamms hilft oder bestimmte Lehmöfen baut. (Parvaneh)

Bericht und Foto: C. Gogollok