Category: Religion

„Gottesdienst mal anders…“ – Andacht zum Schuljahresende 2021

„Gottesdienst mal anders…“ – Andacht zum Schuljahresende 2021

In unserer letzten Religionsstunde vor den Sommerferien haben wir einen „Ersatzgottesdienst“ zum Abschluss des Schuljahres abgehalten. Normalerweise gibt es einen Gottesdienst in der Ortskirche in Aldingen, der dieses Jahr coronabedingt aber nicht stattfinden konnte. Unsere Relilehrer haben sich eine gelungene Alternative überlegt. Jeder brachte einen Stein und einen Filzstift mit und nachdem wir uns getestet hatten, konnte der Gottesdienst beginnen. Zum Einstieg in den Gottesdienst haben wir uns ein kurzes Video auf der neuen Tafel angeguckt. Darin waren musikhinterlegte, kurze Eindrücke von verschiedenen Steinarten sowie Sprichwörter und Redensarten zu sehen, beispielsweise „jemandem Steine in den Weg legen“ oder „der Fels in der Brandung sein“. Anschließend machten wir eine kurze Meditationspause, in der wir uns darüber bewusst wurden, welche Steine uns in diesem Schuljahr in den Weg gelegt wurden oder wem wir Steine in den Weg gelegt haben. Daraufhin beschrieben oder bemalten wir unsere mitgebrachten Steine – die eine Seite für die positiven, die andere für die negativen Erlebnisse und Erfahrungen in diesem Schuljahr. So konnten wir das ganze Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Dann haben wir unsere mit Erinnerungen versehenen Steine im Schulgarten zurückgelassen und so dieses nicht immer ganz leichte Schuljahr beendet.

Dieser „Ersatzgottesdienst“ war eine schöne Alternative, allerdings freuen wir uns auch wieder auf einen normalen Ablauf, bei dem wir alle zusammen das Schuljahr beenden können.

Bericht: Emely Fleischmann und Maja Braunert

Foto: K. Rohleder

Weihnachten 2020: Du warst – du bist – du bleibst!

Weihnachten 2020: Du warst – du bist – du bleibst!

Nun sind wir fast angekommen, Weihnachten ist ganz nah. Wir waren eine ganz schöne lange Zeit miteinander unterwegs. Die Frohe Botschaft fand dieses Jahr einen besonderen Weg zu uns, mitten hinein in den Schulalltag, ins Treppenhaus, vor die Klassentüren und vielleicht in unsere Herzen.
Vieles hat uns bewegt. Nun laden wir euch ein, das letzte Stückchen des Weges zur Krippe gemeinsam zu gehen und unsere Gedanken miteinander zu teilen:

Die Botschaft bewegt

Die Botschaft bewegt

Im Schulhaus habt ihr vielleicht die Spuren der Weihnachtserzählung entdeckt. Lasst euch zum dritten Advent wie die Hirten von der Frohen Botschaft bewegen…

Ihr findet hier am Ende der Woche Gedanken, die sich Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg entlang der Weihnachtsgeschichte gemacht haben – hier klicken, um die PDF-Datei zu öffnen!

WEG – weg!? – Schulgottesdienst zum Schuljahresende

WEG – weg!? – Schulgottesdienst zum Schuljahresende

Am letzten Schultag fanden sich wie jedes Jahr SchülerInnen und LehrerInnen ein, um zusammen Gottesdienst zu feiern. Diesmal ging darum, einen persönlichen Rückblick auf den im vergangenen Schuljahr zurückgelegten „Weg“ zu werfen.

Ein gemeinsamer Rückblick auf unseren Weg

Dazu hingeführt wurde mit einer Sprechcollage, die die evangelische Religruppe 6bd von Frau Fehrmann eindrucksvoll umsetzte.
Und dann war man selbst gefragt:
Was war im vergangenen Schuljahr nicht so schön oder hat mich traurig gemacht?

Und was habe ich Tolles erlebt, wofür bin ich dankbar?
Die weniger schönen Dinge konnten auf Steine geschrieben und vorne am Altar symbolisch bei Gott abgelegt werden. Auf kleine Zettel wurde danach das Positive notiert, in einen Luftballon gesteckt und ebenfalls zum Altar gebracht – ein Netz voller bunter Erinnerungs-Ballons war das Ergebnis.

Die Religionslehrerinnen Frau Fehrmann und Frau Judt verglichen in ihrer Ansprache den Weg der Emmaus-Jünger, die nach dem Tod ihres Freundes Jesus verzweifelt und hoffnungslos waren, mit unserem. Auch wir erleben traurige Dinge, bekommen Zuspruch, nehmen ihn aber oft nicht wahr, weil wir in der Situation gefangen sind und sich unsere Gedanken nur um das Negative drehen.
Den Emmaus-Jüngern ging es besser, als sie sich an schöne Momente mit Jesus erinnerten und an sein Versprechen, immer mit ihnen zu gehen – auch wenn er nicht mehr leiblich unter ihnen sein würde. Dass dieses auch heute für uns in guten wie in schlechten Zeiten gilt, war die ermutigende Botschaft der Ansprache.

Die Gottesdienstbesucher erinnern sich geminsam an Schönes im vergangenen Jahr

Ein Netz bunter Erinnerungsballons neben den Stolpersteinen des vergangenen Jahres

Begleitet wurden die Gottesdienstlieder stimmungsvoll und übrigens zum ersten Mal von einer reinen Schülerinnen-Band (nicht zum ersten Mal unter Leitung von Frau Paar). Herzlichen Dank dafür!

Die Schülerinnenband

Die Gottesdienstbesucher in Aktion

Nach dieser Stunde innerer Einkehr konnten sich alle, am Ausgang noch mit einem symbolischen Reiseproviant ausgestattet, aufmachen zum letzten Akt dieses Schuljahres: der Entgegennahme der Zeugnisse.

Bericht: Christine Judt

Fotos: S. Heemann

Kirchenbesuche im Frühjahr 2019

Kirchenbesuche im Frühjahr 2019

Im Rahmen des Religionsunterrichtes besuchten die Religionsgruppen der Klassen 6 in Aldingen die evangelische Margaretenkirche und die katholische Kirche Sankt Petrus Canisius. An zwei Vormittagen machten sie in konfessionsgemischten Gruppen viele Entdeckungen. So lernten sie miteinander und voneinander einiges über die Kirchen, in denen auch jährlich unsere Schulgottesdienste stattfinden. 

In der evangelischen Kirche

Am Donnerstag, den 16.05.2019 waren wir in der evangelischen Kirche und haben viel Interessantes entdeckt. Von der Ferne haben wir schon den Kirchturm gesehen. Es sieht so aus, als ob die Turmspitze in den Himmel zeigt, also zu Gott.

Emmy

Als wir die evangelische Kirche besucht haben, fand ich es schön, dass wir erst am Eingang stehen geblieben sind und die heiligen Personen betrachtet haben. So konnte man sehen, dass die Margaretenkirche früher einmal eine katholische Kirche war.

Lucie

Direkt an der Kirchentür gab es etwas Spannendes zu sehen. Pfarrer Keil erklärte uns, dass an beiden Seiten der Tür zwei Heilige abgebildet waren, nämlich Maria auf der Mondsichel und Margarete auf dem Drachen, nach der auch die Kirche benannt wurde. Außerdem sieht man in der Mitte Gott, der die Welt in der Hand hat.

Jennifer

Innen wurde uns auch wegen des Loches in der Wand für das Weihwasser klar, dass die Margaretenkirche früher eine katholische Kirche war.

Wir haben uns dann auf die Bänke gesetzt und auch noch mehr katholische Sachen gefunden.

Angelina

In der Margaretenkirche hat mir besonders gut der Holzaltar mit dem Loch gefallen. Es gab sogar Steinskulpturen von den Erbauern der Kirche, die auch unter der Kirche begraben sind. Wir haben auch Knochen von ihnen gesehen. Der Pfarrer hat uns noch vieles Interessantes erzählt. Zum Schluss sind wir auf den Kirchturm „geklettert“. Der Weg war sehr steil, aber cool.

Fazit: Die Margaretenkirche in Aldingen ist eine sehr schöne Kirche.

Bo

Auch die vielen kleinen Details waren interessant, wie zum Beispiel die Lutherrose auf einem Seitenfenster.

Marius

Ich fand es schön, dass wir in der evangelischen Kirche hoch auf den Glockenturm gegangen sind. Als wir nach vielen Treppen endlich oben waren, mussten wir uns alle ziemlich quetschen. Als dann die Glocken geschlagen haben, wurde es ziemlich laut. Der Blick vom Glockenturm raus war sehr schön. Pfarrer Keil hat uns erzählt, dass früher die Jungs mit einem Seil die Glocken läuten durften. Das hätten wir dann auch gerne gemacht, aber heute ist ja alles elektronisch. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diesen Ausflug zu machen.

Lisa

In der katholischen Kirche von Aldingen

Die Petrus-Canisius-Kirche beeindruckte mich mit ihrer Größe, und ich fand sie schön gestaltet und geschmückt. Zu Beginn durften wir fünf Minuten durch die Kirche laufen und sollten den großen Raum auf uns wirken lassen. Das war auf der einen Seite interessant, auf der anderen fühlte ich mich leicht verloren. Der Raum war bzw. wirkte majestätisch auf mich, weil er einfach riesig ist.

 

Als erstes ist mir ein Baum mit vielen bunten Eiern aufgefallen, und ich musste sofort an Ostern denken. Nachdem wir den Osterbaum angeschaut hatten, sah ich mich mit meinen Freundinnen um. Wir entdeckten den Beichtstuhl und gingen hin. Es war irgendwie unheimlich, weil er so versteckt lag, aber irgendwie fand ich diesen Ort toll.

Osterkerze, Weihwasser und die Dinge, die ich schon kannte, waren nicht so spannend. Doch die zwölf Kreuze schon, die ich zuerst gar nicht bemerkt hatte. Und der Tabernakel war das absolute Highlight für mich. Dieses Aussehen war mega, die Geschichte und die Wirkung atemberaubend.

Ich kannte die Kirche, war aber noch in keinem Gottesdienst dort gewesen, weil ich ja evangelisch bin, doch ich fühlte mich auch wohl. Vielleicht wollte Gott mir zeigen, dass selbst wenn ich evangelisch bin, ich trotzdem in der katholischen Kirche zuhause bin.

Von Emma, Frida und Hannah

Fotos: A. Fehrmann, U. Ziegler

Wegsehen oder eingreifen?

Wegsehen oder eingreifen?

Mit dieser Fragestellung haben sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und der Oberstufe für die Gedenkfeier am 9.11. 2018 in der ehemaligen Synagoge in Hochberg auseinandergesetzt. Diese Gedenkfeier wurde von der methodistischen Kirche und Vertretern des Remsecker Gemeinderates initiiert und unter Beteiligung der weiterführenden Schulen ausgestaltet. Nach einem Lichter-Schweige-Marsch vom jüdischen Friedhof zur ehemaligen Synagoge wurde in einem würdevollen Rahmen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Die Schülerinnen und Schüler des LMG haben hierfür mit einem Bildimpuls gearbeitet, die Perspektive der jungen Frau am Fenster eingenommen und sich so Gedanken zur Reichspogromnacht 1938 gemacht. Dabei haben sie Parallelen zu aktuellen Situationen wiedergefunden und daran weiter gearbeitet. Ihre Gedanken und Texte bildeten, bei der Gedenkfeier vorgetragen und mit passenden Bildern unterstützt, einen eindrücklichen Anstoß zum Nachdenken.

Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement!

Bericht: Annette Fehrmann und Sarah Ochs

Foto: S. Heemann