Category: Frankreichaustausch

Frankreich-Austausch trotz(t) Corona

Frankreich-Austausch trotz(t) Corona

Im Juni fand am LMG ein Frankreich-Austausch der anderen Art statt.

Nachdem der Austausch 2020 kurzfristig nicht stattfinden konnte, entstand die Idee die Online-Plattform des Deutsch-französischen Jugendwerks zu nutzen, um in diesem Jahr wenigstens einen virtuellen Ersatz anbieten zu können. Diese Möglichkeit nahmen 28 deutsche und 17 französische SchülerInnen gerne wahr und bereiteten in ihrer Freizeit verschiedene Themenbereiche vor.

An drei Nachmittagen gab es folgende Treffen:

Montag: Kennenlernen (Frau Wölfel, Frau Fehrmann)

Donnerstag: Unsere Schule, unsere Stadt (Frau Dogan, Frau Zigopoulou)

Freitag: Mein Lieblingsrezept, mein Lieblingslied (Frau Danner, Frau Judt)

Aber lassen wir doch ein paar Teilnehmer selbst erzählen:

Im Schuljahr 2020/21 wäre ein individueller Schüleraustausch für die achten Klassen möglich gewesen, wäre Corona nicht dazwischengekommen. Aber dank der großen Mithilfe der Französischlehrerinnen des LMG und der Französischlehrerin der französischen Partnerschule in Meslay-du-Maine, konnte ein ,,Échange virtuel”, also ein virtueller Schüleraustausch mit den Franzosen stattfinden.

Die Plattform auf der wir unsere Treffen hatten, heißt Teletandem und ist im Prinzip wie Moodle aufgebaut, so dass man einen Messenger hatte und die Videokonferenzen und das zugehörige Material von den Lehrerinnen auf die Plattform gestellt wurde.

Die Lehrerinnen hatten sich ein tolles Programm für uns ausgedacht, wie zum Beispiel Filme von den Schulen und unseren Städten drehen, typisch deutsche/französische Rezepte für die anderen aufschreiben, eine kleine Hitparade und vieles mehr!

Natürlich hatten wir auch die Möglichkeit in privaten Räumen von Schüler zu Schüler mit angeschalteter Kamera uns mit den anderen auszutauschen:) Insgesamt hat es sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn wir nicht in Frankreich und die Franzosen nicht in Deutschland waren, bin ich froh, dass ich dabei sein konnte!

Louisa

Da aufgrund von Corona der diesjährige Frankreich-Austausch mit Meslay-du-Maine nicht in Präsenz stattfinden konnte, organisierten die Französischlehrerinnen des LMG eine Alternative: Vom 7. bis 11. Juni 2021 fand für die Klassen 8 und 9 des LMG ein virtueller Frankreich-Austausch auf der Plattform Teletandem statt.

Erste Informationen über den Austausch erhielten wir bereits bei einem Vortreffen vor den Pfingstferien. Zur Vorbereitung auf die drei Online-Treffen mit unseren Austauschpartnern sollte jeder Teilnehmer schon im Voraus einen kleinen Vorstellungstext in der eigenen Sprache schreiben und ein Foto von sich auf Teletandem einstellen. Außerdem gab es verschiedene Wahlaufgaben, die man entweder alleine oder in der Gruppe erledigen konnte: Es wurde ein Video über das LMG gedreht, in dem unsere Schule gezeigt wurde. Unsere Gruppe stellte in einem Video Remseck vor, andere entschieden sich dazu, ihr Lieblingsrezept oder -lied den französischen Schülern zu präsentieren.

Zudem wurden wir aufgefordert, ein kleines selbstgemachtes oder typisch deutsches Geschenk für die Austauschpartner vorzubereiten. Diese wurden dann alle gesammelt nach Meslay verschickt.

Auch die französischen Schüler bekamen diese Aufgaben, wie z.B. sich in einem kurzen Text vorzustellen, ein Video über Meslay und ihre Schule zu drehen, sowie französische Rezepte und Lieder zu präsentieren. Sie schickten uns ebenfalls ein kleines Geschenk zu.

In der Woche nach den Pfingstferien ging es dann endlich in die virtuelle Austauschwoche.

Am Montag fand das erste der drei Online-Treffen auf Teletandem statt. Nachdem es anfangs Internetprobleme bei den Franzosen gab, die sich im Gegensatz zu uns in der Schule getroffen hatten, konnten wir mit Verzögerung beginnen, die Vorstellungstexte den Bildern der Schüler zuzuordnen. So lernten wir uns bereits etwas näher kennen.

Das zweite Mal trafen wir uns drei Tage später, am Donnerstag, und präsentierten unsere Videos. Dazu hatten die Gruppen jeweils ein kleines Quiz erstellt, das die anderen lösen mussten.

Das dritte und letzte Treffen war am Freitag. Zuerst hatten sich die Lehrerinnen ein kleines Vokabelspiel auf „Quizlet“, einer Lern-App, überlegt, bei dem alle die Vokabeln, die für die Rezepte relevant waren, wiederholten. Danach schauten wir uns das Rezeptheft an und wurden in Break-out-Rooms aufgeteilt, in denen wir meist auf Französisch über unsere Lieblingsessen redeten.

Im zweiten Teil der Stunde machten wir mit den Lieblingsliedern der Deutschen und der Franzosen eine Art Mini-Hitparade. Zum Schluss waren wir nochmals in Break-out-Rooms und konnten uns mit den Franzosen direkt austauschen.

Wir fanden diese Stunde am besten, da wir in den Break-out-Rooms am meisten Kontakt mit den Franzosen hatten und uns in den kleineren Gruppen auch mal mehr trauten, etwas zu sagen.

Ein paar Tage später trafen wir uns nochmal in der Pause, um die Geschenke der Franzosen entgegenzunehmen. Sie hatten uns typisch französische Süßigkeiten wie Carambar und viele andere Spezialitäten geschickt.

Wir fanden den virtuellen Austausch eine gute und abwechslungsreiche Alternative zum „normalen“ Austausch. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, uns einmal mit echten Franzosen auszutauschen und ihre Art kennenzulernen, da wir Franzosen nur aus dem französischen Schulbuch kannten.

Dank des Austauschs haben wir neue Leute kennengelernt und halten auch heute noch mit ihnen über die sozialen Medien Kontakt.

Julia, Lejna, Frida und Johanna H.

Wir freuen uns sehr, dass die SchülerInnen so engagiert und freudig dabei waren und danken auch nochmals unserer Kollegin, Nathalie Poullain, aus Meslay, die auf französischer Seite den Austausch und den Kontakt zu „echten Franzosen“ erst möglich machte.

Fe, Da

Austausch Meslay-du-Maine 2019

Austausch Meslay-du-Maine 2019

Donnerstag, 28. März 2019

Erster Schultag und Rathausbesuch

Am Donnerstag Morgen wachten wir alle müde von der langen Anreise am Vortag auf. Danach machten wir uns mit dem Bus oder zu Fuß auf den Weg zur Schule. Manche Wege waren länger als andere: von fünf Minuten zu Fuß bis zu 30 km mit dem Bus. Als wir dann an der Schule ankamen, gab es eine Überraschung für uns – ein Kennenlernfrühstück französischer Art mit den corres. Es gab Erdbeer- und Aprikosenmarmelade mit Baguette und Orangensaft. Mit der „bol“, einer kleinen Schüssel, die wir für Müslischüsseln hielten, hatten wir unsere Not, weil wir zunächst gar nicht verstanden, dass sie für die heiße Schokolade vorgesehen war. 

Danach ging es auch schon direkt in den französischen Unterricht. Eine knappe Stunde später trafen wir uns mit Frau Kieß und Frau Fehrmann, um von dem ersten Abend in der Familie und unseren Eindrücken zu berichten. Nach dem Mittagessen in der Kantine oder Zuhause beim corres trafen wir uns in der Schule, um uns zu Fuß auf den Weg zum Rathaus zu machen. Im Rathaus wurden wir von der Presse und der Austauschbeauftragten der Stadt Meslay empfangen. Sie erzählten uns über das Leben in Meslay, sowie die Geschichte der Städtepartnerschaft und wir konnten einige Fragen stellen. Darauf folgte ein Filmbeitrag über Meslay und die Umgebung. Zum Abschluss bekam jeder noch einen Meslay-Becher mit Orangensaft und wir machten ein Gruppenfoto für zwei lokale Journalistinnen. 

 

Zurück auf dem Schulhof machten wir dann ein weiteres Foto mit allen Franzosen. Währenddessen übergab ein älterer Herr der Schule einen Scheck. Dieser Herr ist Mitglied einer Stiftung, die Schülern zeigen soll, wie wichtig es ist, in Frieden zu leben. Der Scheck sollte den Ausflug am Freitag unterstützen. Da gingen die französischen Schüler nämlich zu einer Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in der Normandie, wo sich französische und deutsche Soldaten bekriegten. Außerdem sollen die Schüler der 3e einen Text schreiben, in dem sie ihre Eindrücken und Gefühle bei diesem Ausflug schildern. Der beste Text der Stufe wird eingeschickt und der Gewinner von ganz Frankreich bekommt einen Preis.

Direkt im Anschluss trafen wir uns in der Bibliothek und bereiteten die Berichte über die kommende Woche vor. Danach ging es wieder zu Fuß oder mit dem Bus nach Hause. Wir waren alle müde von unserem ersten, erlebnisreichen Tag in Frankreich.

Lars und Hischem

Freitag, 29. März 2019

Tagesausflug zum Mont-Saint-Michel

Am Freitag den 29. März fuhren wir um 8.30 Uhr los zum Mont-Saint-Michel. Die Anfahrt dauerte ca. drei Stunden, während deren wir weder trinken noch essen durften, da das in französischen Reisebussen für Schüler verboten ist. Dadurch, dass wir super Wetter hatten, versprach es ein schöner Tag zu werden. Schon von Ferne konnten wir den Mont-Saint-Michel erkennen. Auf den Salzwiesen davor weideten Schafe.

Als wir dann ankamen, liefen wir ein gutes Stück bis zur Stadtmauer. Dort wurden wir in Gruppen für ein Stadtspiel eingeteilt. Es war zunächst schwer, Gruppen zu bilden, da die französischen Schüler der 3e nicht mit dabei waren. Diese waren beim Omaha Beach, wo die Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg war. Nachdem die Gruppen eingeteilt wurden, machten wir den ersten Teil des Stadtspiels. Später suchten wir uns einen Platz zum Picknicken.

Danach hatten wir Deutschen eine Führung und die Franzosen freie Zeit. Bei der Führung lernten wir, dass der Mont-Saint-Michel früher ein Kloster war, welches um den Berg herum gebaut wurde. Dadurch entstanden dort drei Ebenen. Ganz oben wohnten die Mönche, in der Mitte waren Adlige zu Gast und unten bekamen die Armen Almosen. Später diente das Gebäude auch als Gefängnis. Heute ist es eine der meistbesuchten Stätten in Frankreich.

Dann hatten wir freie Zeit und konnten durch die Gassen bummeln, während die Franzosen die Führung erhielten. Im Anschluss trafen wir uns erneut in den Gruppen zum zweiten Teil des Stadtspiels und beantworteten die Fragen.

Uns hat der Ausflug sehr gut gefallen. Dadurch, dass wir beide noch nie hier waren, war v.a. die Aussicht vom Mont-Saint-Michel etwas Besonderes und sehr schön. Von oben hatte man das Gefühl, bis an die Küste Englands sehen zu können. Außerdem gefielen uns der Blick zum Strand und die Bucht um den Mont-Saint-Michel herum.

Anne und Hannah G. 

Wochenende 30./31. März 2019 

Wochenenderlebnisse

Am Wochenende haben wir sehr viel Interessantes gemacht und großartige Ausflüge unternommen. Einige von uns waren z.B. mit dem Austauschschüler und deren Familien beim Lasertagspielen in Laval. Übrigens hat Ludwigsburg doppelt so viele Einwohner wie Laval, obwohl die beiden Städte grob die gleiche Fläche haben. Außerdem waren ein paar von uns noch beim Go-Kart-Fahren und wir hatten dort viel Spaß. Nach diesem anstrengenden Tag sind bestimmt alle früh schlafen gegangen. 

Am Sonntag waren viele bei sonnigem und warmem Wetter in einer Grotte. Dabei musste man ungefähr 20 Minuten über schöne Felsen und Wiesen laufen, auf denen im Sommer Schafe und Steinböcke hausen. Andere besichtigten eine nähergelegene Burg, gingen zu einem Basketballspiel in ein Stadion oder machten sogar einen Trip bis zum Atlantik.

Felix, Tom, Jondal

Mein Wochenende – Melissa Samstag

Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien. 

Am Samstag, nach dem typisch französischen Frühstück mit Baguette und Brioche, ging ich mit meiner Austauschschülerin in den Kuhstall. Die neugeborenen Kälbchen waren ,,très mignons” oder auf deutsch ,,sehr süß”, obwohl sie ein bisschen Angst vor uns hatten. Nach dem Mittagessen fuhren meine Familie und ich nach Laval. Dort machten wir eine kleine Stadt-Tour zu Fuß und gingen anschließend auch noch shoppen. Gegen Abend spielten wir ,,La bonne Paye”, ein französisches Spiel, das in etwa unserem deutschen Monopoly entspricht.

Zum Abendessen gab es Raclette. Allerdings erwärmen die Franzosen nur den Käse in dem Pfännchen, während wir Deutschen gewöhnlich auch den Schinken und die Kartoffeln braten. Anschließend gingen wir früh schlafen, da wir am Sonntag in einen Freizeitpark gehen wollten.

Sonntag

Am Sonntag besichtigten meine Gastfamilie und ich einen Freizeitpark namens „Futuroscope”. Wie der Name schon sagt, war das ein Park der Zukunft. Dort gab es viele 3D- und 4D-Kinos, Attraktionen und Achterbahnen. Zum Beispiel konnte man eine virtuelle Autorallye fahren. Man bekam dazu eine 3D-Brille aufgesetzt und fühlte sich so, als säße man ebenfalls im Auto.

Zum Mittagessen aßen wir eine bretonische Spezialität: „Galettes”. Diese sind eine Art Crêpe, aber aus Buchweizenteig, die man mit Käse, Schinken und Kartoffeln isst. 

Insgesamt sind wir an diesem Tag sehr viel gelaufen, aber wir haben den Ausflug genossen. Auf dem Rückweg haben wir sogar noch einen kurzen Zwischenstopp an der Loire gemacht. Das Wochenende war also sehr abwechslungsreich! 

Mein Wochenende – Lea M.

Auch den Sonntag verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Wie es in französischen Familien üblich ist starteten wir den Tag mit einem „petit-dejeuner“, bestehend aus einem Orangensaft und Brioche. Danach zogen wir uns um und machten uns auf den Weg zum Hühnerstall, um dort die Eier der 6000 Hühner zu sortieren. Meine Austauschschülerin hat mir alles ganz genau erklärt: nach welchem System sie vorgehen und was dann mit den Eiern passiert. Jedes einzelne Ei wird angeschaut und dann entschieden, ob es zum Verkauf geeignet ist oder eher nicht. Nach zwei Stunden waren wir fertig und fütterten die Hühner anschließend noch, die schon sehnsüchtig auf ihr Essen gewartet hatten. Als wir vom Hühnerstall zurückkamen, liefen uns schon der Schäferhund und die Babykatzen entgegen. Wir schmusten ausführlich und versorgten die Kätzchen und ihre Mutter noch mit frischer Kuhmilch.

So gegen 14 Uhr gingen wir dann wieder ins Haus, aßen zu Mittag und machten uns danach auf den Weg nach Laval in ein neues Einkaufscenter. Dort wurden mir viele neue Läden gezeigt, die es in Deutschland nicht gibt, unter anderem besondere Deko- oder Schmuckläden. Wir verbrachten dort einen schönen und sonnigen Nachmittag mit leckerem Eis und Crêpes. Gegen Abend kamen wir dann nach Hause, zogen uns um und trieben die Kühe mit dem Quad von der Weide in den Kuhstall, damit sie gemolken werden konnten, wobei wir fleißig mithalfen. Danach verteilte der Vater noch das Futter für die Kühe mit dem Traktor und wir kümmerten uns um die Kälbchen, immer begleitet von den Baby-Kätzchen. Wir blieben noch so lange draußen und unterhielten uns, bis es kalt und dunkel wurde.

Dann gingen wir aber zurück ins Haus und aßen zu Abend, wie üblich mit mehreren Gängen und einem leckeren Nachtisch. Wir unterhielten uns noch lange und ich beantwortete viele neugierige Fragen zum Leben in Deutschland und hauptsächlich zu den Unterschieden zu Frankreich. Nach dem Essen machten wir noch gemeinsam mit meiner Gastmutter Sandwiches für den nächsten Tag und bereiteten alles vor. Da bei meiner Gastfamilie der Fernseher immer nebenher an war und zufällig ein spannender Film lief, beschlossen wir noch ein wenig davon anzuschauen. Danach ging ich zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken ins Bett.

Montag, 1. April 2019

Ausflug zur Schokoladenfabrik Réauté und in den Tierpark „L´Arche“

Um 8.45 Uhr sind wir mit dem Bus zur Schokoladenfabrik Réauté gefahren. Zum Einstieg hat  die Führerin uns eine Schokolade zum Probieren gegeben. In einem Film wurde uns gezeigt, wie die Schokolade Schritt für Schritt entsteht. Danach bekamen wir ein paar Minuten Zeit, um uns eine kleine Ausstellung mit Schokoladenskulpturen, Kakaofrüchten und 5 kg Tafeln Schokolade anzuschauen. Es wurden uns die drei verschiedenen  Schokoladensorten gezeigt und man erklärte uns, woraus sie bestehen. Dann wurde uns von einer „Chocolatière“ gezeigt, wie aus flüssiger Schokolade Formen und Dekorationen entstehen. Ein Highlight war, dass wir eine Schokolade probieren durften, die an diesem Morgen neu in den Verkauf kam. Nachdem wir einen Einblick in die Schokoladenfabrik gewonnen hatten und noch ein wenig einkauften, sind wir zu dem Tierpark „l’Arche“ gefahren. Es ist ein Tierpark der gleichzeitig ein Tierheim ist, da dort Tiere mit einer schlimmen Vergangenheit hingebracht werden und nun dort leben. Sie bekommen die Chance auf ein besseres Leben, da sie große Gehege mit viel Grün haben. Zuerst erzählte uns eine Tierpflegerin die Hintergründe und ein paar Geschichten, weshalb die verschiedenen Tiere dorthin gebracht wurden. Zum Beispiel erfuhren wir von einem Affen, der in einem zu kleinen Käfig lebte und deshalb nicht wusste, wie man läuft oder sich bewegt. Danach durften wir in kleinen Gruppen mit unseren Franzosen den Tierpark besichtigen. Nach diesem ereignisvollen Tag sind wir wieder zurück zur Schule gefahren und verbrachten den Abend in unseren Familien.

Antonia und Caroline

Dienstag, 2. April 2019

Letzter Tag an der Schule

Heute war der letzte Tag hier in Meslay-du-Maine! Die Woche ging wirklich unglaublich schnell vorbei. Wir waren alle etwas aufgeregt, da wir heute in kleinen Gruppen den jüngeren Schülern in der Grundschule „Deutsch“ beibringen sollten. Dazu hatten wir morgens nochmals die Gelegenheit, unsere Themen für die Schnupperstunde, wie z.B. Farben, Tiere oder Zahlen, vorzubereiten. Die Aufregung war letztlich unnötig, da die Kleinen sehr gut mitgearbeitet haben und alle aufmerksam und motiviert waren. 

Während die einen von uns ihre Präsentationen hielten, durften die anderen noch ein letztes Mal den Unterricht im Collège Notre-Dame erleben. Manche konnten im Französischunterricht Gedichte schreiben, die anderen erlebten Chemie und Physik auf Französisch. In der Pause spielten wir noch einmal Basketball mit den Franzosen und mussten wieder mal feststellen, dass diese echt schwierige Gegner für uns waren.

So schnell der letzte Schultag auch gekommen war, so schnell war er auch schon wieder vorbei und es klingelte zum Mittagessen. Um 14 Uhr ging es anschließend für die Franzosen zurück in den Unterricht und wir statteten dem „Super U“ (Supermarkt) in Meslay einen Besuch ab. Viele kauften Proviant für die Rückfahrt oder auch kleine Mitbringsel für Freunde und Familie.

Nach einer Woche Sonnenschein liefen wir dann im Regen zurück zum Collège, um uns dann ein letztes Mal mit „Bises“ von den Schülern zu verabschieden. 

Jule und Nicole 

Verschiedene Einblicke in das Leben in Frankreich

Die französische Kantine – ein Vergleich

In der Mittagspause gehen die meisten Franzosen, genau wie in Deutschland in die Kantine. Damit aber nicht zu viele auf einmal essen gehen, gibt es verschiedene Schichten, in die man eingeteilt wurde. In der Kantine des Collège Notre-Dame essen auch die Kinder der „école primaire“ und der „école maternelle“. Diese, sowie die Lehrer, essen in einem separaten Bereich. Am Eingang hängen ein Schichtplan und ein Speiseplan mit Auflistung der jeweiligen Gänge. 

Normalerweise essen die meisten französischen Schüler jeden Tag, bis auf den Mittwoch, an dem niemand Mittagsschule hat, in der Kantine. Anders als bei uns am LMG gibt es zwei Menüs, die man bestellen kann. Es gibt immer zwei Fleischsorten und zwei Gemüsesorten zur Auswahl. Bei uns in Remseck gibt es nur ein Gericht oder Salat. In Frankreich besteht jedes Menü aus einem Stück Käse, einem warmen Hauptgang, Baguette, Joghurt und einem Nachtisch oder wahlweise Obst. Außerdem gibt es Karaffen mit stillem Wasser auf jedem Tisch. Wenn man fertig gegessen hat, muss man sein Geschirr unter Mülltrennung aufräumen.

Vanessa und Cayenne

Das französische Schulsystem 

Wenn man zum ersten Mal eine französische Schule besucht, wird man am Ende des Schultages viele Unterschiede zum deutschen Schulsystem und dessen Unterricht feststellen.

Am gravierendsten ist, dass es in Frankreich nicht die Teilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium gibt. Stattdessen werden die Kinder ab 2-3 Jahren bis zum Alter von 14 Jahren gemeinsam unterrichtet. Zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr besuchen die Kinder eine Vorschule (école maternelle). Weiter geht es mit der Grundschule (école primaire), die die 1. bis 5. Klasse beinhaltet. Schon ab der zweiten Klasse wird eine Fremdsprache unterrichtet, was meist Englisch ist. Im Anschluss an die Grundschule besuchen alle Schüler vier Jahre lang gemeinsam das Collège, eine Mittelschule mit zentralem Abschluss. Danach geht es dann ins Lycée, für drei Jahre oder in eine Berufsschule. Hier besteht die Möglichkeit zwischen einem allgemeinen und einem technischen Abschluss zu wählen. 

Auf dem Gelände der Schule in Meslay-du-Maine befinden sich eine Grundschule, ein Kindergarten und das Collège und sie verbindet ein großer Schulhof, dennoch gibt es klare Abgrenzungen zwischen den Schulen. 

Kommt man also in eine französische Schule und beobachtet den alltäglichen Ablauf, fällt einem erst einmal der Zaun auf, der das gesamte Gelände umfasst. Am Eingangstor steht ein Aufseher (surveillant), der die Anwesenheit der Schüler kontrolliert. Den ganzen Tag darf der Schulhof von den Schülern nicht verlassen werden.

Morgens beginnt der Unterricht um 8.20 Uhr, anders als in Deutschland, was sich aber auf die ländliche Gegend zurückführen lässt, da viele Schüler einen längeren Anfahrtsweg haben. 

Die ersten Regeln, die man lernt, sind KEIN HANDY! und KEIN KAUGUMMI!.

Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, dass es zwar schon Unterschiede gibt, aber sich die Schulen in Deutschland und Frankreich vom Unterricht unserer Erfahrung nach eher ähneln.  

Lina und Hannah D. 

Vorurteile gegenüber Frankreich: Vorher vs. Nachher

Jeder hat bestimmte Vorurteile und so auch gegenüber Frankreich. Aber stimmen diese Klischees auch wirklich? 

Auch wir hatten vor dem Austausch einige Vorurteile wie zum Beispiel das bekannte Klischee, dass Franzosen sich hauptsächlich von Baguette und Käse ernähren.

Zum einen kann man sagen, dass in fast jeder Mahlzeit Baguette und oft auch Käse vorkommen, diese aber nur Beilagen beziehungsweise ein Extragang nach dem warmen (gekochtem) Essen sind. Dabei ersetzt das Brot oft Kartoffeln, Reis oder Nudeln.

Eines der Vorurteile, das für uns am stärksten war, ist, dass es nur kleinere Dörfer gibt und sehr viele Bauernhöfe.

Wer schon mal in Paris war, kann deutlich sagen, dass dieses Vorurteil nicht auf jedes Gebiet in Frankreich zutrifft. Es gibt genauso wie in Deutschland große Städte, auch mit modernen Häusern. So gibt es, wie in anderen Ländern auch, viele verschiedene Seiten. Natürlich gibt es auch Bauernhöfe und kleinere Dörfer, wie zum Beispiel in der Gegend um Meslasy-du-Maine, aber eben nicht ausschließlich.

Ein Klischee, das auch bei uns weit verbreitet war, ist, dass es in den Gastfamilien gewöhnungsbedürftige Sachen zu essen gibt, die sie extra für den deutschen Austauschpartner zubereiten. Erzählungen zufolge sind es meistens Froschschenkel, Muscheln oder Schnecken.

Dieses Vorurteil könne wir verneinen, denn außer bei unseren Freundinnen Hannah und Vanessa gab es immer Essen, das auch wir köstlich fanden. Aber auch bei ihnen war es nicht so schlimm. Sie sind mit ihrer Gastfamilie zu deren Großeltern gefahren, wo es Rochen gab. Jedoch mussten sie nichts essen, was sie nicht wollten und haben stattdessen die Beilagen wie zum Beispiel Kartoffeln gegessen.

Ein weiteres Vorurteil, das wir hatten, war, dass die Schulen und Lehrer sehr streng sein sollen und alles geordneter abläuft, wie zum Beispiel, dass man in Zweierreihen in das Schulgebäude laufen muss. 

Die Schule in Meslay-du-Maine ist in manchen Dingen strenger. Zum Beispiel ist die Schule eingezäunt, so dass man sie erst nach dem Unterricht verlassen kann und man darf auch auf dem Schulgelände keinen Kaugummi kauen oder das Handy benutzen.

Was unserer Meinung nach etwas entspannter läuft als gedacht, ist der Unterricht. Zum Beispiel in Latein musste man sich nicht unbedingt melden sondern konnte einfach reinrufen. Allgemein waren die Lehrer viel sympathischer als gedacht und es hat richtig Spaß gemacht am Unterricht teilzunehmen.

Es gibt bestimmt noch mehr Vorurteile gegenüber Frankreich, aber zum Schluss kann man sagen, dass in jedem Vorurteil zwar vielleicht ein Kern Wahrheit steckt, man sollte aber zuerst die Dinge mit eigenen Augen sehen, bevor man sich eine feste Meinung bildet. 

Nathalie und Linda

Wie sehen die Franzosen uns Deutsche?

„Welch´ triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.“
Albert Einstein

In unserer Umfrage wird Deutschland mit Brezeln, Bier und strengem Schulsystem in Verbindung gebracht. Außerdem nennen die Franzosen Mercedes und Porsche, wenn sie nach Deutschland gefragt werden.

Wir haben 18 Franzosen, 9 weibliche und 9 männliche, im Alter von 7 bis 46 Jahren gefragt:
 „Quand vous pensez à l´Allemagne, quelles sont les idées qui vous viennent à l´esprit?“
(Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn sie an Deutschland denken?)

Wie man im folgenden Diagramm sehen kann, denken die meisten von ihnen, nämlich acht, an Brezeln.
Überraschenderweise denken sogar zwei Personen, dass Deutschland ein strenges Schulsystem hat.

Wir haben im Deutschbuch der Franzosen Brezeln abgebildet gesehen. Dieser Umstand passt zu den Antworten. Brezeln scheinen das „deutsche Baguette“ zu sein.   Hand aufs Herz, wer denkt nicht an Baguette, wenn er an Frankreich denkt?

Da uns der genannte Begriff „strenges Schulsystem“ sehr überraschte, haben wir bei den 2 Personen nachgefragt, was der Grund für diese Annahme sei. Die Antwort war, dass Deutsche oft mehrere Fremdsprachen gut sprechen und daher müsse es in der Schule wohl streng zugehen.

Durch die Produktion von Mercedes und Porsche in Stuttgart und die Gastgeschenke, die wir in diesem Zusammenhang unseren Gastfamilien mitgebracht haben, nämlich kleine Modellautos dieser Marken, denken vor allem die Franzosen, die wir befragt haben, dass wir überwiegend Porsche und Mercedes fahren.

Wir möchten auf unser Zitat vom Anfang zurückkommen. Ist es wirklich unmöglich Vorurteile zu „zertrümmern“? Wir denken, wenn die Franzosen zu uns nach Deutschland kommen und hier für eine Woche unser Leben kennenlernen, dann können sie sich selbst ein Bild machen, ob die Vorurteile nun stimmen oder nicht.

Dies ist ja auch einer der Gründe, weshalb es an Schulen solche Austausche stattfinden. 

Auch wir haben gelernt, dass Frankreich viel mehr zu bieten hat als Käse, Rotwein und Baguette.

Luisa und Michelle

Fotos: A. Fehrmann, Luisa Kühbauch und Melissa Beck

Schüleraustausch: Doppeltes Frühlingsglück in Frankreich

Schüleraustausch: Doppeltes Frühlingsglück in Frankreich

Vom 27. März bis zum 3. April 2019 waren bei schönstem Frühlingswetter gleich zwei Schülergruppen der Klassen 8 und 9 des LMG in Frankreich: 25 Schüler*innen brachen mit Frau Kieß und Frau Fehrmann in unsere Partnerstadt Meslay-du-Maine auf, während 17 Schüler*innen mit Frau Wölfel und Frau Beck nach Vaucouleurs in Lothringen fuhren.

Eine wunderschöne Woche in Vaucouleurs

Die Austauschgruppe aus Remseck und Vaucouleurs beim Tagesausflug nach Paris

Am Mittwoch, den 27.03.2019 trafen wir uns um 7:45 Uhr an der Bushaltestelle des LMG. Wir begrüßten uns alle und packten die Koffer in den Gepäckraum. Dann verabschiedeten wir uns von unseren Familien und Freunden und der Bus fuhr los. Am Anfang waren wir müde und redeten eher wenig. Manche schliefen auch teilweise. Aber dann wurden wir wacher und unterhielten uns, aßen und spielten Spiele. Nach einer Weile, als wir endlich die Grenze von Frankreich erreicht hatten, machten wir eine dreißigminütige Pause an einer Raststätte. Wir vertraten uns ein wenig die Beine und gingen zu einer Art Sportplatz, auf dem lauter Sportgeräte aufgebaut waren. Wir trafen ein paar Franzosen, mit denen wir uns ganz nett unterhielten. Dann ging es auch schon weiter. Als wir endlich in der Nähe von Vaucouleurs angekommen waren, hing keiner mehr herum und war gelangweilt von der langen Fahrt. Wir schauten aus dem Fenster und guckten uns die Gegend an. Nach etwa fünf Stunden Fahrt kamen wir endlich bei unserem Ziel an. Die Austauschschüler aus Vaucouleurs erwarteten uns bereits und gemeinsam gingen wir in ihre Kantine, weil dort ein Begrüßungsbuffet aufgebaut war. Aber die meisten von uns hatten kaum Hunger, da sie auf der Fahrt so viel gegessen hatten. Dann verabschiedeten wir uns von unseren Freunden und gingen zu unseren Gastfamilien nach Hause.

Vaucouleurs, eine hübsche Kleinstadt in Lothringen

Als erstes führte mich meine Austauschschülerin, Marie Demoute, durch Vaucouleurs und zeigte mir alles. Wir trafen andere deutsche Schüler, die ebenfalls mit ihren Austauschschülern unterwegs waren. Als wir zurück waren, spielte ich mit ihr und ihrer kleinen Schwester noch ein paar Brettspiele und wir gingen anschließend hinaus in den Garten. Danach gab es bei uns Abendessen, kleine Pfannkuchen. Und schon war der Tag vorbei.

Annika Techel

Unsere Gastschule, das Collège les Cuvelles in Vaucouleurs

Am Donnerstagmorgen fuhren wir mit unseren Corres gemeinsam in die Schule. Dort hatten wir (die Deutschen) als erstes eine LMG-Stunde mit Frau Wölfel und Frau Beck, in der wir unseren Stundenplan bekamen. Jeder erzählte, was er nach der Ankunft in Vaucouleurs mit seinem Corres gemacht hat. Daraufhin bekamen wir eine Begrüßung durch den Schulleiter, der uns am Collège les Cuvelles herzlich willkommen hieß. Danach gab es eine Schulhausführung, die französische Schüler für uns vorbereitet hatten. Wir waren in verschieden Gruppen eingeteilt und uns wurde die Schule gezeigt. Daraufhin aßen wir in der Cantine. Es gab Fisch und Kartoffeln – und zum Nachtisch einen Schokoberliner. Am Nachmittag stand die Besichtigung der Innenstadt von Vaucouleurs auf dem Programm. Wir schauten uns einen Film auf Französisch an, in dem es um die Geschichte der Stadt ging, und das entsprechende Museum besuchten wir auch. Die Führung ging ca. anderthalb Stunden und am Ende machten wir ein Gruppenfoto. Wir waren allerdings früher als geplant mit der Besichtigung fertig, um genau zu sein eine Stunde, und verbrachten die Zeit auf dem Schulhof in der Frühlingssonne.
Gloria Schäfer & Parisa Pirnia

 

Am frühen Freitagmorgen, im Stockdunkeln und noch völlig müde, sammelten sich alle, Deutsche und Franzosen, gegen 5 Uhr am Schulhof in Vaucouleurs – um nach Paris zu fahren!! Nachdem die Plätzeverteilung im Bus klar war und alle bequem saßen, ging es los. Nach einer für uns verhältnismäßig stillen Fahrt, mit fast ebenso ruhiger Pause, kamen wir nach fast fünf Stunden in Paris an. Dort gab uns der Busfahrer durch eine Rundfahrt schon mal einen kleinen Einblick in die Schönheiten der Stadt.

Der Besuch des Eiffelturms, eines der Highlights der Austauschwoche

Nach dieser netten Geste wollten wir Paris jetzt aber wahrhaftig sehen und machten uns direkt auf den Weg zum Eiffelturm. Nachdem alle die Sicherheitsschleuse passiert hatten, ging es direkt zum Aufzug, der uns in Sekundenschnelle in 115 Meter Höhe brachte. Oben bot sich dann allen ein beeindruckender Blick auf ganz Paris, der uns für einen kurzen Moment den Atem raubte. Nachdem der erste positive Schock überwunden war, ging es aber direkt los mit Selfies machen und für tolle Gruppenfotos posieren. Als Souvenirs ließen sich dann noch manche von uns eine Münze mit dem Eiffelturm bedrucken, andere aßen leckere Macarons oder kauften sich eine Nachbildung des Wahrzeichens.

Nach einstündiger Besichtigung und etlichen Andenken ging es dann wieder hinunter, auf eine Wiese, direkt vor dem „Tour Eiffel“. Dort genossen wir unser Picknick bei wunderschönem Wetter gepaart mit einer super Aussicht. Direkt danach ging es auch schon weiter und zwar zur Seine, auf der wir eine einstündige Bootsfahrt unternahmen. Diese Zeit verbrachten wir allerdings nicht nur mit dem Bestaunen aller Sehenswürdigkeiten, sondern zum Großteil auch mit dem Zuwinken, den an der Uferpromenade stehenden Menschen. Bis auf ein paar Ausnahmen freuten sich alle total über unser Winken, was uns dann auch direkt mit freundlichem Zurückwinken gezeigt wurde. Insgesamt kann man also sagen: Wir haben die Bootsfahrt in vollen Zügen genossen!!!

Bootsfahrt auf der Seine bei schönstem Wetter

Vanessa Baumann

 

Nach der Bootsfahrt liefen wir zum Musée du Quai Branly, wo wir in Vierergruppen zusammen die Ausstellung besichtigten. Dort konnten wir unter anderem Skulpturen, Gemälde und Musikinstrumente aus Asien, Amerika, Afrika und Ozeanien sehen. Zu jedem dieser Kontinente mussten wir bestimmte Fragen beantworten, die Teil eines Quiz waren. Nachdem wir uns einen Großteil der Werke angeschaut hatten, war die Zeit auch schon wieder vorüber. Anschließend konnten wir uns bei einem erneuten Picknick in der Nähe des Eiffelturmes von den vielen Eindrücken erholen.

Abendliches Picknick unter dem Eiffelturm

Danach holte uns der Bus direkt von dort ab und wir fuhren noch am Arc de Triomphe vorbei über die Champs-Elysées. Auf der langen Rückfahrt schauten wir einen Film und nach sechs Stunden erreichten wir müde aber glücklich Vaucouleurs.

Laetitia-Louise Krause

Eines der Dörfer, in denen wir bei netten Gastfamilien wohnten

Nachdem wir am Vortag bis spät in den Abend in Paris waren, konnte ich am Samstagmorgen ausschlafen, weshalb mein Frühstück ausfiel. Nach einem leckeren Mittagessen, welches aus gegrilltem Fleisch, Wurst und Risotto bestand, fuhren wir nach Nancy. Dort warteten wir am „Place Stanislas“ auf eine Freundin von meiner Corres. Zu viert machten wir uns auf den Weg in einen Attraktionspark und fuhren dort verschiedene Fahrgeschäfte. Dies hat großen Spaß gemacht. Wir ließen uns noch einen Crêpe schmecken und gingen anschließend in das Shoppingcenter „Saint Sébastien“ und verbrachten dort den restlichen Nachmittag. Den Abend ließen wir mit der Familie meiner Corres in einem Restaurant ausklingen. Gegen 21:30 Uhr kamen wir schließlich zu Hause an und ich fiel nach einem großartigen, aber auch anstrengenden Tag müde ins Bett.

Yasmin Klingler

Besichtigung und Einkauf in der Madeleine-Fabrik

Wie jeden Morgen gab es auch am Sonntag zum Frühstück Baguette mit Butter und Marmelade. Wie es in Frankreich üblich ist, isst man das Frühstück ohne Teller, so auch bei mir. Nach dem Frühstück spielte die ganze Familie Spiele. Zum Mittagessen gab es Spaghetti mit Bolognese-Soße, die wir zuvor alle gemeinsam zubereitet hatten. Nach dem Essen fuhren wir zum Jumpil, das ist eine Trampolinhalle in der Nähe von Nancy. Zu der Halle fuhren wir circa eine halbe Stunde. Als wir dort angekommen waren, holten wir uns Tickets und waren dort für eine Stunde. Nach dem Springen aßen wir noch ein Eis.

Französisches Landleben bei herrlichem Frühlingswetter

Dann waren wir noch im Wald, einen Spaziergang machen. Um circa 16 Uhr waren wir wieder zu Hause. Anschließend habe ich noch mit Anne und ihren Geschwistern Verstecken und Esel in der Mitte gespielt. Danach waren wir alle zusammen beim Bäcker im Ort und kauften Baguette. Zum Abendessen gab es dann Baguette und Pizza. Nach dem Abendessen haben alle noch gelesen und einen Film angeschaut. Es ging um einen Buschmann, der eine Flasche gefunden hatte und sie dann wieder den Göttern zurückbringen wollte. Um 11 Uhr gingen wir ins Bett und lasen noch etwas.

Tamara Krämer

 

Am Montag, den 1. April 2019 besuchten die Austauschschüler des Lise-Meitner-Gymnasiums Remseck den Unterricht der Gastgeberschule Collège les Cuvelles. Morgens vor dem Schulbeginn trafen sich alle Schüler, welche die Schule zu Fuß oder mit dem Bus erreichten, und die Lehrer auf dem Schulhof. Gemeinsam warteten wir, so wie die französischen Schüler, auf den Einlass, welcher durch Töne der Schulglocke bekannt gegeben wurde. Man musste sich in Zweierreihen in der jeweils zum Raum passenden Spur aufstellen, bevor man gemeinsam das Schulhaus um 8.30 Uhr betreten durfte. Vor dem Klassenraum musste man auch nochmal warten, bis der Lehrer die Klasse hereinbittet.

Die erste Schulstunde hatten die deutschen Austauschschüler bei Frau Wölfel und Frau Beck in einem separaten Klassenraum. Hier besprachen wir wichtige Dinge, wie zum Beispiel die Uhrzeiten der verschiedenen Unterrichtsstunden und Pausen, sowie unseren Arbeitsauftrag, welchen wir im Laufe des Tages beachten mussten. Danach ging es los mit dem regulären Unterricht der Franzosen. Die Schüler waren in Zweiergruppen aufgeteilt und besuchten alle eine andere Klasse, welche sich im Laufe des Tages aber auch mal änderte.

Nach dem Vormittagsunterricht, der abhängig von der Klasse, in der man sich befand, endete, hatte man eine große Mittagspause. Alle Schüler mussten zu vorgegebenen Zeiten in die dortige Mensa gehen. Morgens wurde den deutschen Austauschschülern ein französischer Partner (der auch am Austausch teilnahm) für die Mittagspause zugeteilt, um gemeinsam mit ihm zu essen. Danach ging es wieder zu Individuellen Zeiten (abhängig von der zugeteilten Klasse) mit dem Nachmittagsunterricht weiter, bis die Schule zu Ende war.

Beim Verlassen des Schulgeländes, das nur durch zwei Tore möglich war, musste man eine Freigabe von den dort stehenden Aufsichten erhalten, um außerhalb des Geländes zu gelangen. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in den französischen Gastfamilien. Besonders auffällig waren das strikte Handyverbot auf dem ganzen Schulgelände und die sehr kontaktfreudigen Franzosen. Außerdem waren die Uhrzeiten sehr ungewöhnlich und es wirkte alles strenger.

Sebastian Patz

 

Nachdem wir bereits am Donnerstag herzlich vom Schuldirektor Monsieur Brasseur begrüßt worden waren, durften wir am Montag, den 1. April aktiv am französischen Schulleben teilnehmen. Jeder Schultag beginnt um 8:30 Uhr und endet um 16:30 Uhr, bis auf mittwochs, da endet er sogar schon um 12:30 Uhr. Im Collège sind uns viele interessante Dinge aufgefallen: Was einem sofort auffällt, ist, dass die französischen Schüler disziplinierter sind als wir es in Deutschland gewohnt sind, z.B. muss man in Frankreich beim Eintreten des Direktors und teils auch bei Lehrern ruckartig aufstehen und ihn/sie begrüßen, das ist ein Zeichen des Respektes. Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass die Schüler öfter aufgerufen werden als es bei uns der Fall ist. (Also seid froh, liebe Mitschüler/innen und beteiligt euch vielleicht auch mal freiwillig am Unterricht, wenn ihr es nicht sowieso schon tut :-).) Ein wesentlicher Unterschied ist auch die Kantine und ihre „Öffnungszeiten“. Während wir in der 7. und 8. Stunde essen können, wann wir wollen und meist auch so lang wie es uns beliebt, gibt es in Frankreich strikte Regeln. Jede Klasse hat eine bestimmte Zeitspanne, in der sie essen gehen muss (bei uns war es von 12.30 – 13.00 Uhr). Ansonsten gibt es wie bei uns auch eher strengere und eher lustige Lehrer. Insgesamt sind die Lehrer ihren Schülern gegenüber fair und nett.

Da es der 1.April war, hatten in der ersten Pause viele Schüler einen Fisch auf dem Rücken kleben. In Frankreich gibt es, wie ich finde, eine nette kleine Tradition, und zwar werden selbstgemalte Fische an Personen in der näheren Umgebung angeklebt als eine Art „Aprilscherz“. Dazu sagt man in Frankreich nämlich poisson d’avril (falls du es nicht sowieso weißt: poisson bedeutet Fisch, also deshalb die Fische).

Die Schüler des Collèges waren sehr offen und nett zu einem. Viele sind auch auf einen zugekommen und haben versucht, mit einem zu reden oder einen einfach freundlich angelächelt. Man hatte schnell das Gefühl, integriert zu werden, und einige von uns haben auch neue Freunde für sich gewinnen können.

Danke für die schöne Zeit!

Elif Haita

 

 

Am Dienstag den 02. April 2019 trafen sich die deutschen Austausch-Schüler um 08:30 Uhr im Collège les Cuvelles, um die dritte LMG-Stunde abzuhalten. Wir unterhielten uns über die neuen Eindrücke in Frankreich, die letzten Tage und sammelten Fakten über die Franzosen in Gruppenarbeiten, um diese vorzustellen, wie z.B. Kleidung oder Familienleben. Nach einer kurzen Pause ging es nach der 1. Stunde dann zum Bus, um mit diesem zur Madeleine-Fabrik in Commercy zu fahren. Die Fahrt dauerte nicht lange und wir hatten alle Spaß. Bei der Fabrik angekommen, sammelten wir uns und gingen dann in die Fabrik, in der es schon beim Betreten nach Madeleines roch. Als nächstes bekamen wir eine „Führung“ durch die Fabrik, die uns Frau Wölfel vollständig auf Deutsch übersetzen musste, da wir kein Wort auf Französisch verstanden. Sie erklärte uns, es gebe mehrere Sorten, Größen und jede Menge verschiedene Zutaten. Wir konnten durch eine Scheibe „live“ beobachten, wie der Chef der Fabrik selbstgemachte Madeleines herstellte und sie dann verpackte. Die Madeleine ist ein Gebäck mit der Form einer Jakobsmuschel. Es wurde uns erklärt, dass sie nach einem Mädchen benannt sind, das sie im 18. Jahrhundert für den König von Lothringen gebacken hatte. Leider durften wir die Madeleines nicht selbst backen, aber nach der Führung durften wir uns bei der Theke ein Getränk und zwei verschiedene Sorten von Madeleines nehmen und dann probieren. Am Schluss der Besichtigung, nachdem alle gegessen hatten, ging es dann ans Kaufen diverser Madeleines für Familie, Freunde usw. Wieder angekommen am Collège les Cuvelles in Vaucouleurs, hatten wir eine Mittagspause und gingen anschließend mit unseren jeweiligen Austausch-Schülern in der Cantine Mittag essen. Jetzt, als alle gestärkt waren, wurde es Zeit für den Mittagsunterricht im Collège. Es waren immer Zweiergruppen, die mit einer anderen Klasse zusammen bis 16:30 Uhr Unterricht hatten. Nach der Schule ging es dann zurück in die Gastfamilien. Es war Zeit zum Essen und zum Entspannen. Und schon war ein schöner Tag in Frankreich zu Ende. Generell fanden alle den Tag sehr gut!

Lukas Patz & Justus Achtelik

MERCI an Madame Dethorey (rechts) für die wunderbare Woche!

Am Mittwoch, den 03. April 2019 standen wir schon um 7:30 Uhr an der Bushaltestelle der Schule. Einige der Schüler begannen zu weinen. Gerne wären wir alle noch eine Woche länger geblieben. Es dauerte eine Weile, bis wir uns von unseren Austauschschülern trennen konnten. Dann stiegen wir in den Bus und winkten noch zum Abschied. Da es noch so früh morgens war, schliefen die meisten erst einmal. Es regnete draußen. Eine Schülerin, Tami Krämer, machte Musik an, wir aßen, schliefen ab und zu, lasen und unterhielten uns. Als wir dann in Deutschland ankamen, waren noch nicht alle Eltern da. Auch unsere Freunde hatten noch Schule. Als es 5 Minuten später dann klingelte, suchten wir erst mal unsere Freunde und freuten uns, sie wieder zu sehen. Dann kamen auch so allmählich alle Eltern und wir verabschiedeten uns von den restlichen Austauschteilnehmern und den Lehrern. Wir hatten alle eine sehr schöne Zeit!

Marie Huber

Bilder: M. Wölfel

Frankreichaustausch 2018/19: Besuch aus Vaucouleurs im deutschen Advent

Frankreichaustausch 2018/19: Besuch aus Vaucouleurs im deutschen Advent

Wochenlang haben wir – 17 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 – diesem Tag entgegengefiebert. Am 4.12.2018 war es endlich soweit: Unsere französischen Austauschpartner reisten an. Um ca.14 Uhr war der Bus mit etwas Verspätung endlich da. Danach hatten wir nur kurze Zeit zu Hause, dann ging es schon los zum Dreambowl in Fellbach, unser erster Programmpunkt. In den gemischten Teams konnten wir uns über die ersten Stunden mit unseren corres austauschen.

Beim Willkommens-Bowling lernten sich die Austauschpartner kennen.

Am Mittwoch, den 5.12. hatten die Franzosen zuerst eine Stunde mit ihrer französischen Lehrerin und in der 2. Stunde bekamen sie von deutschen Schülern eine Führung durch das LMG. Danach waren die Franzosen drei Stunden mit in unserem Unterricht, bevor sie alle zusammen mit Frau Wölfel in der Mensa zu Mittag aßen. Um 13:30 Uhr fuhren die Franzosen nach Ludwigsburg, wo sie an einer Schlossführung in ihrer Muttersprache teilnehmen und danach über den Weihnachtsmarkt schlendern durften.

Am Donnerstag, den 6.12. wurden unsere corres vom Bürgermeister Herrn Balzer im Haus der Bürger in Empfang genommen, nachdem sie sechs Stunden am regulären Unterricht teilgenommen und so unseren Schulalltag kennen gelernt hatten. Auch die Nikolausaktion der SMV erlebten sie mit.

Am LMG erlebten die Franzosen auch die Nikolausaktion mit.

Am Freitag, den 7.12. stand ein sehr schöner und interessanter Tagesausflug mit den Franzosen und den Deutschen auf dem Plan. Um 8 Uhr fuhren wir mit dem Bus los nach Tübingen. Dort machten wir eine Stadtrallye in der historischen Altstadt Tübingens. Danach hatten wir Zeit, uns in Gruppen auf dem Schokomarkt umzusehen und etwas zu essen, bevor unser Bus weiter in Richtung Waldenbuch fuhr. Im Ritter Sport Museum wurde uns ein Film über die Schokoladenherstellung gezeigt, wir bekamen eine Führung durch das Museum Ritter und hatten die Möglichkeit, im Werksverkauf Schokolade zu kaufen.

Der Tagesausflug führte uns nach Tübingen.

Bei der Rallye erfuhren wir viel über die Stadt.

Die Austauschgruppe auf dem Tübinger Marktplatz

Am Wochenende durften wir selbst entscheiden, was wir mit unserem Austauschschüler/ unserer Austauschschülerin machen. Man konnte zum Beispiel ins Schwimmbad gehen, eine Stadttour durch Stuttgart machen oder mit dem Franzosen/ der Französin deutsche Adventstraditionen erleben wie z.B. Plätzchen backen oder auf den Weihnachtsmarkt gehen.

Beim Strohmaier-Workshop schafften die Franzosen in der Backstube.

Unsere Brezeln sind fertig!

Strahlende Gesichter in der Bäckerei Strohmaier nach dem Workshop.

Am Montag, den 10.12. machten unsere Franzosen zuerst einen Brezel-Workshop beim Bäcker Strohmaier in Aldingen, danach waren sie wieder zwei Stunden bei uns im Unterricht. Am Abend fand dann von19 bis 21 Uhr das Austauschfest in der Mensa statt, zu dem auch die Eltern und Geschwister mitkommen durften. Es gab ein leckeres Büffet, welches von den Eltern organisiert wurde, und eine Disco, in der wir zusammen tanzten. Wir genossen den letzten Abend (zumindest in Deutschland) mit unseren corres sehr.

Das Austauschfest mit grandiosem Büffet – auch den französischen Lehrerinnen schmeckt es!

Am Dienstag, den 11.12. war die viel zu kurze Woche dann auch schon vorbei und wir mussten uns schweren Herzens, aber immerhin im Wissen, sie in ein paar Monaten wiederzusehen, von unseren Austauschpartnern, die zurück nach Frankreich fuhren, verabschieden.

Es war eine sehr, sehr schöne, aufregende, erlebnisreiche und für die Eltern und Lehrer vielleicht auch ein bisschen anstrengende Woche. Wir freuen uns auf jeden Fall alle schon sehr auf die Woche in Frankreich.

Bericht: Jasmin Hille

Fotos: M. Wölfel

Schüleraustausch: Macaron-süße Frühlingstage in Frankreich

Schüleraustausch: Macaron-süße Frühlingstage in Frankreich

Am 11. April fuhren wir endlich nach Vaucouleurs, um eine Woche am Collège les Cuvelles zu verbringen.

Am 11. April 2018 gegen 7:40 Uhr trafen wir uns am LMG – endlich begann die zweite Hälfte des diesjährigen Frankreichaustauschs: unsere Woche in Lothringen! Die Fahrt nach Vaucouleurs war sehr aufregend und nach ca. fünf Stunden kamen wir endlich am Collège les Cuvelles an. Wir wurden von unseren Gastfamilien empfangen und fuhren mit ihnen nach Hause. Nach dem Mittagessen kamen dann eine Freundin und deren Austauschschülerin und zusammen fuhren wir nach Toul, um Schlittschuh laufen zu gehen. Danach haben wir in der Nähe ein Eis gegessen und liefen anschließend zum Auto meiner Gastmutter, allerdings gab es eine Panne, die dazu führte, dass wir zu viert im Kofferraum des Freundes meiner Gastmutter nach Hause gefahren sind. Das war sehr lustig und direkt danach ging‘s zum Basketball-Training. Es war anstrengend, dennoch hat es aber Spaß gemacht und gegen 22 Uhr gab es Abendessen. Es war ein sehr schöner und aufregender Tag in Frankreich.

Laura Rabus

Der Donnerstag, unser erster richtiger Tag in Frankreich, war gleichzeitig auch unser erster Schultag. Wir nahmen den Schulbus zur Schule, um pünktlich um 8:25 Uhr zum Schulbeginn an der Schule zu sein. Um ins Schulgebäude zu kommen, mussten wir uns in Zweierreihen aufstellen und auf die Lehrerinnen warten, die uns ins Klassenzimmer holten. In der ersten Stunde erzählten wir Frau Wölfel und Frau Sperl-Hägele von unseren Erlebnissen des ersten Tages. In der Stunde danach führten uns die französischen Siebtklässler in der Schule herum. Sie gaben sich sehr viel Mühe, uns alles auf Deutsch zu erklären. Die restliche Stunde haben wir Gesellschaftsspiele auf Deutsch und Französisch mit ihnen gespielt. In der nächsten Stunde begrüßte uns der Schulleiter M. Brasseur und hieß uns herzlich willkommen.

Spiel und Spaß mit den Siebtklässlern im Deutschraum.

Um 11:35 Uhr gingen wir dann in die Mensa. Es gab Kartoffelbrei mit Fisch, der nicht so gut schmeckte. Nach dem Essen, in der Mittagspause, wurden wir von vielen Schülern nach gemeinsamen Fotos und Autogrammen gefragt. Um 13.30 Uhr hatten wir Mathe. Es war ziemlich ähnlich wie in Deutschland, nur die Schüler mussten viel mehr Aufgaben in Stillarbeit erarbeiten. Nach einer 20-minütigen Pause stand Englisch auf dem Stundenplan. Da die Schüler ein oder zwei Jahre jünger waren als wir, war es etwas langweilig, aber ansonsten auch ziemlich ähnlich wie in Deutschland. In den letzten beiden Stunden hatten wir Deutsch. Die Schüler mussten deutsche Dialoge schreiben, bei denen wir ihnen helfen konnten. Die französischen Lehrer waren um einiges strenger als unsere deutschen Lehrer.

Um 16:30 Uhr war die Schule endlich aus und wir fuhren mit dem Schulbus wieder nach Hause. Abends spielten wir nach dem Abendessen noch Spiele und gingen dann ins Bett.

Luna Krippner

Am Freitag fuhren wir wie an einem normalen Schultag um 8:30 Uhr zur Schule – aber nicht um in den Unterricht zu gehen, sondern in Vorfreude auf unseren großen Tagesausflug. Der Bus kam dann um 9 Uhr und wir fuhren mit diesem ca. eine Stunde.

Die Austauschgruppe beim Tageausflug nach Nancy.

In Nancy angekommen, machten wir einen kleinen Spaziergang zur „Chocolaterie Batt“. Der Chocolatier dort führte uns vor, wie man Macarons und Bergamottes, sowie andere süße Spezialitäten herstellt. Er erzählte uns viel und wir durften auch alles probieren.

Die Besichtigung der Chocolaterie Batt schmeckte allen!

Danach konnten wir noch im Laden der Chocolaterie einkaufen und hatten dann Freizeit, um auch noch etwas zu essen. Wir teilten uns in Sechsergruppen mit jeweils drei Deutschen und drei Franzosen auf und gingen dann zum Essen in einen großen Park. Anschließend machten wir eine kleine Stadt-Rallye, bei der wir Fragen zur Place Stanislas und zur Umgebung beantworten mussten. Nach der Rallye hatten wir wieder Freizeit und gingen in ein großes Einkaufszentrum.
Dort hatten wir dann allerdings nur wenig Zeit und mussten uns auf dem Rückweg sehr beeilen. Dann sind wir wieder zurück an die Schule gefahren.
Um 18:30 Uhr gab es eine kleine Party, die von den Eltern organisiert wurde. Um 21.00 Uhr gingen wir alle dann nach Hause.

Linda Unger und Lara Wagner

Am Samstagmorgen stand ich um 9:30 Uhr auf und zum Frühstück gab es einen Kaffee und einen Orangensaft. Danach zog ich mir Sportklamotten an, denn um 11:30 Uhr fuhr die Mutter von Apolline uns zum Tanzen, da Apolline Hip-Hop tanzt. Das fand ich sehr schön, da ich selber tanze. Ihre Mutter holte uns dort um 12:45 Uhr auch wieder ab.

Anschließend machten wir uns zu Hause fertig, um um 14 Uhr nach Nancy zu fahren und shoppen zu gehen. Nach ca. einer Stunde Fahrt kamen wir dort an und gingen zu dem Shoppingcenter „Centre Saint Sebastien“. Mir wurden viele neue Läden gezeigt, die es in Deutschland nicht gibt, z.B. verschiedene Deko- und Klamottenläden.

Als wir abends wieder in Vaucouleurs angekommen waren, gab es zum Abendessen Nudeln mit Würsten und Tomatensalat. Der Tag hat mir sehr gut gefallen und es hat viel Spaß gemacht, in Nancy shoppen zu gehen.

Fabienne Haisch

Auch den Sonntag verbrachte jeder in seiner Gastfamilie. Nachdem wir am Abend zuvor sehr lange auf einem Fest in Nancy waren, durften wir heute erst einmal ausschlafen. Anders als in Deutschland gab es zum Frühstück wie an den Tagen zuvor nur ein „petit-déjeuner“, bestehend aus einem Glas Orangensaft. Anschließend fuhren wir mit der ganzen Familie ins Schwimmbad. Nach ca. zwei Stunden waren wir alle erschöpft und freuten uns auf die leckere Lasagne zum Mittagessen. Am Nachmittag besuchten wir einen kleinen Flohmarkt und spielten danach alle zusammen das Spiel „Boccia“. Zum Abschluss des Tages fuhren wir nach Nancy, um Tacos zu essen. Mit vielen neuen Eindrücken und noch mehr neuen französischen Wörtern im Kopf schlief ich an diesem Abend dann ganz schnell ein.

Lisa Herdter

Am Montagmorgen um 8 Uhr ging es los zum Bus und mit dem Bus dann zur Schule. Die erste Stunde hatten wir bei Frau Wölfel und Frau Sperl-Hägele, in welcher wir unsere Erlebnisse vom Wochenende erzählten. Danach gingen wir in kleinen Gruppen in den Unterricht der Franzosen. Wir waren als erstes im Sportunterricht, wo wir Badminton spielten. Nach der Pause hatten wir Deutschunterricht. Dann gingen wir in die Kantine, wo es Ravioli gab. Nach der Mittagspause hatten wir Englischunterricht, wo wir mit einbezogen wurden, genauso wie in dem folgenden Französischunterricht. Danach hatten wir AP Französisch, in dieser Stunde war nur die Hälfte der Klasse anwesend. Die Schüler redeten über eine Lektüre. Nach dieser Stunde war die Schule aus und wir fuhren wieder mit dem Bus nach Hause.

Als wir daheim angekommen waren, sind wir gleich los zum Schlittschuhlaufen (wobei in dieser Halle das „Eis“ aus Plastik ist). Dort haben wir noch andere Deutsche mit ihren Corres getroffen. Danach fuhren wir wieder nach Hause und zum Abendessen gab es Döner.

Hannah Grün und Anne Erb

Am Dienstagmorgen trafen wir uns alle wie jeden Morgen am Collège in Vaucouleurs und verbrachten die erste Schulstunde mit der deutschen Austauschgruppe und unseren Lehrerinnen. Nach kurzem gemeinsamem Warten kam dann um halb zehn schon der Bus, welcher uns in etwa 30 Minuten nach Commercy zur „Boîte à Madeleines“ fuhr. Kurze Zeit später begann eine Frau, uns mit dem genauen Ablauf der Produktion, der Entstehung sowie den verschiedenen Sorten der Madeleines bekannt zu machen. Danach durften wir uns im Café zwei verschiedene Sorten der Madeleines sowie ein Getränk nehmen. Ein Großteil von uns hat auch noch Madeleines oder Bonbons gekauft.

Am Dienstag ging’s in die Madeleine-Fabrik.

Die Deutschen bei schönstem Frühlingswetter in Commercy.

Lars Borgman

Nachdem wir am Morgen die Madeleinefabrik in Commercy besichtigt hatten, fuhren wir nach dem Mittagessen in der Cantine am Nachmittag mit unseren Austauschpartnern in die Glasbläserei von Vannes-le-Châtel. Damit es sich besser verteilte, wurden die Franzosen und die Deutschen aufgeteilt. Dort bekamen wir zuerst eine Führung mit vielen Infos über die Geschichte der Glasherstellung.

Bei der Besichtigung der Glasbläserei war unsere Mithilfe gefragt!

Der freundliche Herr der Manufaktur zeigte uns noch die Werkzeuge, die man braucht, um diese Kunst auszuüben. Als nächstes wurden wir dann in den Raum geführt, in dem das 1600 Grad heiße Glas geblasen wird. Dort war es echt ganz schön warm. Die nette Dame zeigte uns, wie sie z.B. ein Weinglas in zehn Minuten Arbeitszeit herstellt. Danach durfte Jondal auch noch einmal selbst Glas blasen. Zum Abschluss liefen wir in das Atelier nebenan, in dem die Franzosen schon vor uns waren. Dort wurde uns erklärt, wie wir unsere eigenen Glaskunstwerke herstellen konnten. Als erstes bekamen wir eine kleine Glasscheibe, auf die man kleinere bunte Glasteilchen legen und dadurch ein Muster erstellen konnte. Im Anschluss durften wir noch Anhänger gestalten. Die ganzen Kunstwerke wurden anschließend gebrannt.

Im Atelier schuf jeder sein eigenes Glaskunstwerk.

Bei diesem Arbeitsschritt konnten wir leider nicht mehr zuschauen, weil das sehr lange dauert. Im Großen und Ganzen war es ein sehr schöner und interessanter Ausflug mit viel Spaß.

Tom Geisert

Ja, und dann kam schon der Abfahrtstag! Für viele von uns der am wenigsten ersehnte Tag! Keiner wollte das Land verlassen, dessen Kultur und Traditionen wir in wundervollen sieben Tagen kennenlernen und entdecken durften. Jeder wollte diesen unfassbaren Unterschied zwischen den zwei Welten ein weiteres Mal sehen. Den Unterschied zwischen tollen Städten wie Nancy und diesem bezaubernden Dörfchen Vaucouleurs. Diese kleine, doch wunderbare Gemeinschaft, die uns immer und überall mit offenen Armen empfing. Vieles haben wir zusammen mit diesen tollen Leuten erlebt, doch dann war es Zeit. Er war da! Der Abschied! Früh am Mittwochmorgen um 7:40 Uhr waren alle versammelt. Alle Koffer waren gepackt, der Proviant für die Fahrt ganz oben drauf gelegt und der Bus bereit. Alles war abfahrtsbereit, nur wir nicht! Zunächst standen wir mit unseren Freunden in Gruppen herum und jeder wollte den Abschied hinauszögern. Doch dann konnten wir uns nicht mehr zurückhalten: Jeder wurde umarmt und liebevoll verabschiedet, Tränen flossen. Schließlich, nachdem ungefähr dreimal gedrückt worden war, rollte der Bus um 8:05 Uhr aus der Einfahrt, begleitet vom traurigen Hinterherwinken der Franzosen. Keiner wusste, ob es der endgültige Abschied war, doch jeder hoffte und hofft immer noch auf ein Wiedersehen!!!

Vanessa Baumann

Fotos: M. Wölfel

Frankreichaustausch 2018 – „Bienvenue, les amis de Vaucouleurs!“

Frankreichaustausch 2018 – „Bienvenue, les amis de Vaucouleurs!“

In der Woche vom 14. bis 21. März hieß es am LMG wieder: „Bienvenue, les amis de Vaucouleurs!“ Eine Gruppe von 21 Acht- und Neuntklässlern empfing ihre Austauschpartner aus Lothringen und trotz des winterlichen Wetters verbrachten wir eine schöne und erlebnisreiche Austauschwoche.

Am Mittwoch, den 14. März 2018 kam der Bus mit unseren französischen Austauschschülern aus Vaucouleurs, 21 Schüler des Collège les Cuvelles aus der 8. und 9. Klasse und ihre beiden Lehrerinnen Madame Dethorey und Madame Farain, am LMG pünktlich um 13:10 Uhr an, wo wir, ebenfalls 21 Schüler aus den Klassen 8 und 9, Frau Wölfel und Frau Sperl-Hägele schon gespannt an der Bushaltestelle auf sie warteten.

Nachdem alle französischen Schüler von ihren Austauschpartnern in Empfang genommen worden waren, ging es zu den jeweiligen Familien zum Mittagessen nach Hause und auch der Abend wurde von den Familien selbst gestaltet.

Am nächsten Morgen wurden die französischen Schüler von Frau Bott begrüßt und danach durften sie an unserem deutschen Unterricht teilnehmen. Nach der Schule fuhren wir mit der gesamten Austauschgruppe zum Willkommensbowling nach Fellbach und wir lernten uns alle ein bisschen besser kennen.

Die deutsch-französischen Teams erzielten viele Treffer – und bekamen Hunger!

Am Freitag hatten unsere Austauschschüler normal mit uns Unterricht und nach einem leckeren Essen in der Mensa fuhren wir mit der Stadtbahn zum SWR nach Stuttgart. Dort angekommen fand eine Führung statt, in der wir viele spannende Sachen erfuhren. Unter anderem durften wir die verschiedenen Studios sehen und bekamen einen Einblick in die eigene Schreinerei und die Radioabteilung. Selbst einen Nachrichtenmoderator konnten wir treffen und ihm Fragen stellen.

Hochinteressant war unsere Führung durch den SWR in Stuttgart.

Nach der spannenden Führung blieb ein Teil unserer Austauschgruppe noch in Stuttgart und wir trafen uns später mit einigen Eltern zum Essen.

Das Wochenende haben alle ganz unterschiedlich gestaltet. Ein paar besichtigten den Fernsehturm und das Ludwigsburger Schloss, waren in Stuttgart shoppen oder sind ins Mercedes-Benz- bzw. Porschemuseum gegangen.

Lea Magiera, 8a

Wir sind am Wochenende mit der ganzen Familie und dem Corres zum Skifahren gefahren. Frühmorgens startete bei uns auch am Sonntag der Tag. Nach dem Frühstück ging es auf die Skipiste. Dort fuhren wir viele Abfahrten und hatten viel Spaß. Gegen Mittag gönnten wir uns dann unser wohlverdientes Essen auf der Berghütte. Danach fuhren wir noch ein Weilchen und machten dann am Ende eine wunderschöne Talabfahrt. Müde und zufrieden kamen wir um 21:00 Uhr wieder zu Hause an.

Am Montag trafen wir die ganze deutsch-französische Austauschgruppe wieder und fuhren mit unserem eigenen Bus nach Karlsruhe in ein Schulmuseum, in dem man uns zeigte, wie die Kinder vor langer Zeit unterrichtet worden sind. Die Lehrerin, welche sogar wie die Lehrerinnen von damals angezogen war, erschreckte uns teilweise sehr mit ihrer strengen Art. Doch danach hatten wir einen unfassbaren Einblick darin, wie hart und anders das Schulleben früher war.

Beim Tagesausflug nach Karlsruhe besuchten wir das Badische Schulmuseum.

Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt, wo wir in Gruppen essen gingen und danach noch freie Zeit hatten, welche vor allem von den Mädels zum Einkaufen genutzt wurde! Danach gingen wir alle gemeinsam in den Zoo von Karlsruhe. Gegen 16:00 Uhr ging es dann Richtung Heimat zurück.

Der Brezel-Workshop beim Bäcker Strohmaier war ein Highlight der Woche.

Am Dienstag verbrachten wir fast den ganzen Tag ohne unsere Franzosen, denn die durften erst an einem Brezelworkshop teilnehmen, den die Bäckerei Strohmaier in Aldingen veranstaltete, und wurden dann nachmittags vom Ersten Bürgermeister, Herrn Balzer, in Pattonville begrüßt.

Gegen Abend hatten wir dann alle gemeinsam ein kleines Abschlussfest, welches natürlich viel zu kurz war und allen gefallen hat.

Vanessa Baumann, 8c

Fotos: G. Dethorey, S. Pfahlbusch-Krause, M. Wölfel

Frankreichaustausch 2018

Frankreichaustausch 2018

In der Woche vom 14. bis 21. März hieß es am LMG wieder: „Bienvenue, les amis de Vaucouleurs!“ Eine Gruppe von 21 Acht- und Neuntklässlern empfing ihre Austauschpartner aus Lothringen und trotz des winterlichen Wetters verbrachten wir eine schöne und erlebnisreiche Austauschwoche. Hier erste Impressionen – der Bericht folgt in Kürze.

M. Wölfel

Beim Bowling lernte sich die Austauschgruppe kennen.

 

Die deutsch-französischen Teams erzielten viele Treffer – und bekamen Hunger!

Hochinteressant war unsere Führung durch den SWR in Stuttgart.

Wir konnten sogar einen Nachrichtenmoderator kennen lernen und befragen.

Die 21 deutschen Austauschteilnehmer aus den Klassen 8 und 9.

Das Buffet beim Austauschfest war wieder superlecker.

Fotos: S. Pfahlbusch-Krause, M. Wölfel

 

Känguru-Wettbewerb der Mathematik

Känguru-Wettbewerb der Mathematik

Am Donnerstag, den 15.03. nahmen alle 5. – 8. Klassen unserer Schule am Känguru-Wettbewerb teil und knobelten an interessant gestellten Aufgaben mit verschiedenen Antworten zum Auswählen. In Deutschland nehmen fast 1 Mio. Schüler daran teil. Weltweit wird der Wettbewerb in über 70 Ländern durchgeführt. Für die französischen Gastschüler in den 8. Klassen war es sogar möglich, die französischen Aufgaben zu erhalten. Sie rätselten also gleichzeitig mit ihren Austauschschülern. Dadurch wird der internationale Charakter betont. Die umfangreiche Wettbewerbsteilnahme wird vom Förderverein des LMG finanziert, der das Startgeld für alle Schüler übernimmt. Herzlichen Dank!

Bericht und Fotos: C. Gogollok