Französischer Kurzfilm dreier LMG-Schülerinnen gewinnt 1. Landespreis!

Französischer Kurzfilm dreier LMG-Schülerinnen gewinnt 1. Landespreis!

Ein vergilbter Liebesbrief und ein altmodischer Hut aus dem Nachlass der Großmutter, die Neugier der Enkelin und ihrer besten Freundin und ein bisschen Magie – das sind die Zutaten der Geschichte einer Zeitreise in die Jugend der Oma, die der Kurzfilm „Les vêtements magiques“ erzählt. Dass es sich dabei um ein grandioses Erfolgsrezept handelt, wurde spätestens dann klar, als sich die Jury des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen bei mir meldete:

Mit der Einreichung ihres Films beim Team-Wettbewerb Französisch haben Frida Lempp, Anna Röber und Lucie Zentgraf einen sensationellen 1. Landespreis gewonnen!

Neben der Ehre, als bestes Team von ganz Baden-Württemberg mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden, winkt den drei Siegerinnen auch ein Preisgeld in dreistelliger Höhe und die Teilnahme am Sprachenfest im Juni, einer dieses Jahr digital durchgeführten Veranstaltung zur Ehrung der Gewinner.

Das Engagement und der Erfolg von Frida, Anna und Lucie sind ganz einfach großartig und dazu gratuliere ich von Herzen!

Bericht: Manuela Wölfel

Hier berichten die Siegerinnen von ihrer Teilnahme am Wettbewerb

Nachdem Frau Wölfel uns bereits Anfang des Schuljahres angemeldet hatte, gründeten wir zwar schon eine WhatsApp-Gruppe, in der wir uns später austauschen würden, schoben die Aufgabe allerdings erst einmal vor uns her, da wir ja noch genug Zeit hatten. Gegen Weihnachten allerdings begannen wir uns nun angesichts des Zeitdrucks Gedanken über eine spannende Geschichte zu machen. Schnell waren wir uns sicher, dass es um Zeitreisen gehen sollte. Wir mussten nur noch überlegen, ob wir eine Alienattacke in der Zukunft oder eine Liebesgeschichte in der Vergangenheit besser fanden. Schließlich entschieden wir uns für eine Liebesgeschichte, in der eine Enkelin mit ihrer Freundin mithilfe alter Klamotten ihrer Oma in die Vergangenheit reist und dort auf ihre jungen Großeltern trifft. Durch eine Verwechslung zwischen Enkelin und junger Oma wird beinahe die Hochzeit der Großeltern verhindert, doch im letzten Moment kann ihre Freundin das noch verhindern.

Die Zeitreise in die Jugend der Großmutter beginnt…
…wo die Mädchen für Verwirrung bei den jungen Großeltern sorgen.
Kann das gutgehen?

Wir teilten die Geschichte unter uns auf, sodass jede von uns einen Teil des Drehbuchs verfasste und ins Französische übersetzte. Nun benötigten wir noch einen passenden Drehort, da unsere Geschichte in einem Haus der 1950er-Jahre spielen sollte. Nach längerer Suche hatten wir Glück und fanden den perfekten Drehort in einem leerstehenden Haus, da wir wegen den Kontaktbeschränkungen niemanden hätten besuchen dürfen. Auch im Drehbuch mussten wir darauf achten, dass immer nur zwei von uns in einer Szene zu sehen waren, da wir uns ja nicht zu dritt treffen durften.

Anfang Februar (drei Wochen vor Einsendeschluss) konnten wir dann mit dem Dreh beginnen. Die Dreharbeiten in dem leerstehenden Haus liefen sehr gut, doch da dieses nicht mehr beheizt wurde und draußen Minusgrade herrschten, hatten wir immer eine Kanne heißen Tee dabei. Auch bot dieses alte Haus immer Überraschungen, da es immer wieder seltsame Geräusche gab und die verlassenen, aber voll eingerichteten Räume ein unheimliches Bild boten. Trotzdem hatten wir unsere Szenen nach drei Wochenenden dann im Kasten und konnten uns ans Schneiden machen.

Schließlich konnte Frau Wölfel unseren zehnminütigen Film ,,Les vêtements magiques‘‘ nach drei Tagen Schneiden wenige Tage vor Einsendeschluss beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen einreichen.

Unerwarteterweise verkündete Frau Wölfel uns dann Mitte April am Ende einer Französisch-Konferenz, dass wir in Baden-Württemberg einen 1. Preis gewonnen hatten. Wir freuten uns sehr und waren auch überrascht, dass die Jury unseren Beitrag, obwohl es für uns alle das erste Mal war, so einen Film zu drehen, so gut fand. Nun sind wir im Juni zum Sprachenfest, bei dem auch die Preise verkündet werden, eingeladen.

Frida Lempp, Anna Röber und Lucie Zentgraf