LAZ - LernArbeitsZeit in Klasse 5 und 6

Seit dem Schuljahr 2017/18 wird in den Klassen 5 und 6 sowie seit 2018/19 auch in Klasse 7 ein neues Konzept für die Gestaltung der Vertretungsstunden umgesetzt. Bei der Entwicklung des Konzepts standen zwei Aspekte im Vordergrund:

  1. Zum einen wurde das Ziel verfolgt, in diesen Stunden Rahmenbedingungen zu schaffen, die unseren Schülerinnen und Schülern zielgerichtetes, selbstständiges Arbeiten in Ruhe ermöglichen, so dass sie die Zeit, die sie an der Schule verbringen, möglichst gewinnbringend nutzen können, auch wenn die Fachlehrerin oder der Fachlehrer nicht selbst unterrichten kann.
  2. Zum anderen soll in diesen Stunden die Chance genutzt werden, das selbstständige Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern. Denn eigenverantwortliches Lernen, zuverlässige Selbstkontrolle und Selbsteinschätzung gewinnen für den schulischen Erfolg zunehmend an Bedeutung.

Die inhaltliche Gestaltung dieser Stunden erfolgt nach dem folgenden Prinzip:

Zuerst bearbeiten die Schülerinnen und Schüler den Arbeitsauftrag, den ihnen ihre Fachlehrer oder ihr Fachlehrer gestellt hat. Liegt kein Arbeitsauftrag vor oder ist er bereits vor Ende der Lernzeit bearbeitet, entscheiden die Schülerinnen und Schüler selbst, in welchem Fach sie etwas arbeiten möchten. Materialien im Klassenzimmerschrank ermöglichen den Schülerinnen und Schülern individuell nach ihren Bedürfnissen zu lernen. Dazu stehen Schulbücher und Arbeitshefte der Kernfächer zur Verfügung, sowie pro Kernfach eine Hängeregisterbox mit einem klassenspezifischen Aufgabenpool inkl. Lösungen.

Sind alle Aufgaben erledigt, alle Vokabeln beherrscht und besteht kein weiterer Übungsbedarf, lesen die Schülerinnen und Schüler ein Buch, das sie von zu Hause mitgebracht haben. Entfällt der Sportunterricht, steht im Lehrerzimmer eine Spieletonne mit Wurf- und Geschicklichkeitsspielen bereit, die auf dem Pausenhof genutzt werden kann.

Die Schülerinnen und Schüler führen in den LAZ Stunden verbindlich ein Lerntagebuch, in das sie eintragen, woran sie gearbeitet haben, ob sie die Aufgabe vollständig erledigt und kontrolliert haben und ob sie Fragen haben. Dieses nehmen sie jeweils vor den Ferien mit nach Hause.

 

Die Rhythmisierung der Lern- und Arbeitszeitstunden erhöht die Effektivität der Stunden.

In der Lern- und Arbeitszeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler still und in Einzelarbeit. Dabei liegt zwischen zwei 30-minütigen Arbeitsphasen eine 20-minütige Pause, in der die Schülerinnen und Schüler eine Spielekiste nutzen können, die ebenfalls im Klassenzimmerschrank deponiert ist.