Wie läuft Entwicklungsarbeit in der Praxis ab? – Geographischer Vortrag zum Thema Entwicklungsarbeit

Wie läuft Entwicklungsarbeit in der Praxis ab? – Geographischer Vortrag zum Thema Entwicklungsarbeit

Wir wissen, dass es große globale Unterschiede im Entwicklungsstand gibt und wir, als eine wohlhabende Industrienation, helfen weniger entwickelten Ländern, die Armut zu bekämpfen. Doch wie läuft diese Entwicklungsarbeit in der Praxis eigentlich ab?

Um diese Frage kritisch beantworten zu können, organisierten die Geographie-LehrerInnen der Kursstufe 2 einen Vortrag: Die Entwicklungshelferin Frau Alff besuchte die SchülerInnen am 15.1. und referierte über ein Brunnenprojekt in der Demokratischen Republik Kongo.

Dazu sensibilisierten sie die Lerngruppe zunächst einmal für die globale Wasserproblematik und unseren Wasserverbrauch. Danach erklärte Frau Alff die globale Entwicklungszusammenarbeit, wobei sich herausstellte, dass das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) nur eine kleine Rolle einnimmt und China als großer neuer Akteur gerade in Afrika große Arbeit leistet. Im Anschluss daran stellte Frau Alff den Kongo vor, wobei schnell dessen Probleme klar wurden: Obwohl es wegen seines Ressourcenreichtums zu den reichsten Ländern der Welt gehört, ist es eines der ärmsten Länder der Welt. Mehr als 80% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und ein Großteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Wasserproblematik versuchte das BMZ in 20 Dörfern zu verbessern.

Um dies zu erreichen, wurde zunächst die Bevölkerung sensibilisiert und aufgeklärt. Dann wurden Brunnen errichtet und die Dorfgemeinschaft bei dem Wassermanagement unterstützt, damit sie dies auch selbstständig organisieren und aufkommende Probleme lösen können. Hierfür wurde unter anderem auch ein Wasser-Rat ins Leben gerufen und klare Regeln aufgestellt, denn ein wichtiges Prinzip der Arbeit des BMZ ist es, dass sich die Menschen selbst helfen können.

Nachdem Frau Alff dieses Projekt vorgestellt hatte, haben die Kursstüfler darüber diskutiert, wie man dies bewerten könnte. Dabei wurde schnell deutlich, dass die ökonomischen Aspekte bei der Bewertung weniger wichtig sind als die sozialen und ökologischen Faktoren.

Insgesamt kam der Vortrag bei den SchülerInnen gut an, was folgenden Stimmen zeigen:

  • „Es war cool, dass es so viele Informationen gab; so etwas ist bereichernd.“
  • „Es ist gut zu wissen, wie es wirklich abläuft und wie effizient es ist.“
  • „Toll war, dass es so persönlich war und man viel von Frau Alffs eigenen Erlebnissen erfahren hat.“
  • „Besonders interessant fand ich die Vorstellung des Projekts.“
  • „Krass war aber, dass sie zu „Fridays for Future“ aufgerufen hat und meinte, wir sollten mal mit unserer Schulleitung sprechen.“

Wir danken Frau Alff für Ihren Besuch und freuen uns, Sie bald wiederzusehen!

Bericht und Fotos: N. Jöst