Exkursion des Physik-Leistungskurs zur experimenta Heilbronn

Gespeichert von Bleistein am Fr, 02/13/2026 - 10:04

Am 26.01.2026 begab sich der Physik-Leistungskurs zur experimenta nach Heilbronn. Trotz starken Schneefalls in der vergangenen Nacht und einer leichten Verspätung des Regiozuges konnte die experimenta nach einer 30-minütigen Zugfahrt vom Ludwigsburger Hauptbahnhof und einem fünfminütigen Fußweg gegen 9 Uhr erreicht werden.

Die experimenta wurde 2019 in ihrer heutigen Form fertiggestellt und darf sich heute als das größte Science Center Deutschlands auf rund 25.000 Quadratmetern bezeichnen. Neben Bildungsangeboten für alle Altersgruppen rund um die Wissenschaft sowie einer freizeitlichen Möglichkeit, Wissenschaft auf kreative Weise vermittelt zu bekommen, ist die experimenta auch ein Forschungszentrum für neueste Innovationen und Technologien (z. B. Künstliche Intelligenz oder nachhaltige Technologien).

Nachdem wir angekommen waren und uns unser Betreuer für den heutigen Tag im Empfangsbereich abgeholt hatte, ging es bereits ans Eingemachte. In einem Labor warteten verschiedene Versuche passend zum aktuellen Thema Quantenphysik auf uns. Wir teilten uns in Gruppen auf und führten nacheinander die einzelnen Versuche durch. Einerseits gab es Messversuche in analoger oder digitaler Form mithilfe präziser Computerprogramme. So konnte beispielsweise mit dem Michelson-Interferometer die Wellenlänge eines Lasers im Nanometerbereich bestimmt werden (ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter). Andererseits gab es Versuche, die es ermöglichten, alltägliche Geräte in Verbindung mit physikalischer Theorie besser zu verstehen. So konnten wir beispielsweise mithilfe von Röntgenstrahlung einzelne Objekte durchleuchten und diese mithilfe einer dreidimensionalen Darstellung am Computer auf versteckte Gegenstände untersuchen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären. Außerdem gab es weitere Geräte, die Kritiker möglicherweise als „Spielereien“ bezeichnen würden, wie ein Ultraschallgerät oder eine Wärmebildkamera, die man selbst ausprobieren konnte.

Ebenfalls interessant war das Funktionsprinzip von Effektbrillen. Diese erzeugen beim Aufsetzen verschiedene Muster wie Herzen, Delfine oder Sterne. Obwohl sie für wenige Euro erhältlich sind und die Muster einfach erscheinen, werden die Eigenschaften des Lichts erst durch die komplexe Überlagerung dünner Folien in ästhetischer Form sichtbar gemacht.

Nach einer Mittagspause, die in der empfehlenswerten Kantine der experimenta verbracht wurde, begaben wir uns zurück in unser Labor und führten die restlichen Versuche durch. Das abschließende Highlight im Labor war eine kleine Show unseres Betreuers, der mit einfachen Mitteln einen gepulsten UV-Laser erzeugte. Der Laser konnte zwar keine Blätter durchschneiden, dennoch war die Faszination groß, das Funktionsprinzip hautnah erläutert zu bekommen. Abschließend blieb noch eine halbe Stunde Zeit, um einen Blick in die Ausstellung der experimenta zu werfen und allgemeine naturwissenschaftliche Phänomene des Alltags interaktiv zu erleben.

Gegen 16:30 Uhr wurde der Heilbronner Bahnhof wieder angesteuert, und der erlebnisreiche Tag neigte sich dem Ende entgegen.

Insgesamt bot die experimenta eine spannende Möglichkeit, Gelerntes aus dem Unterricht in eigenständigen Versuchen anzuwenden und insbesondere den physikalischen Charakter des Lichts besser zu verstehen. Ein großer Dank gilt auch dem Betreuer, der uns kompetent und anschaulich bei den Versuchen unterstützte und diese organisierte.

Bericht: Max Schmider (KS2)
Bild: M. Hentsch

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