Dienstag, 9. Juni 2026
Am Dienstag nach den Pfingstferien war es soweit: Wir, 16 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen, starteten mit Frau Danner und Frau Fehrmann in die zweite Hälfte des diesjährigen Frankreichaustauschs: Die Austauschwoche in Vaucouleurs in Lothringen lag vor uns!
Unser Frankreich-Austausch begann um halb acht mit einer aufregenden Busfahrt, auf der wir uns die Zeit mit einer lustigen Runde Straßenschild-Bingo vertrieben. Um Punkt 13:00 Uhr kamen wir schließlich an und gingen als erstes in die Kantine, wo es Kartoffeln mit traditioneller Wurst zum Mittagessen gab. Frisch gestärkt trafen wir danach unsere Austauschschüler und machten gemeinsam eine spannende Stadtrallye durch Vaucouleurs, bei der wir schnell wieder gemeinsam Spaß hatten. Danach bekamen wir noch einen Crashkurs über die Stadtgeschichte und ihre historische Bedeutung für Frankreich. Im Anschluss durfte ich endlich meine Gastfamilie kennen lernen, die mich herzlich mit leckeren Crêpes begrüßte. Zum perfekten Ausklang dieses aufregenden ersten Tages trafen wir uns später alle noch einmal draußen, um gemeinsam eine Runde Fußball zu spielen.
Paul Dahler
Mittwoch, 10. Juni 2026
Am Mittwochmorgen trafen wir uns an der Schule, wo uns ein Bus nach Vannes-le-Châtel brachte, um eine Glasbläserei zu besichtigen. Dort angekommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere Gruppe hat zuerst eine Führung bekommen, wo uns gezeigt wurde, wie Glas verarbeitet wird und was man aus Glas herstellen kann. Da wir nicht alles auf Französisch verstanden, übersetzte Frau Danner für uns. Daraufhin haben wir einem Glasbläser zugeschaut, wie er einen Kürbis aus Glas herstellte. Im Anschluss tauschten beide Gruppen und wir gingen in die Mosaikwerkstatt. Dort haben wir eine Glasscheibe bekommen, worauf wir mit kleinen Glasstückchen Muster oder Bilder legen konnten. Diese wurden gebrannt und uns daraufhin am Montag übergeben. Anschließend wurden wir wieder mit dem Bus abgeholt und zur Schule gebracht. Der Nachmittag wurde individuell in der Familie verbracht.
Amélie Föll & Sophie Hofmann
Donnerstag, 11. Juni 2026
Heute haben wir einen Ausflug nach Nancy und in die Chocolaterie Batt gemacht. Wir trafen uns um 8:30 Uhr an der Schule in Vaucouleurs und sind dann mit dem Bus losgefahren. Unser erstes Ziel war die Chocolaterie. Dort angekommen, wurden wir in einen Raum geführt und durften uns setzen. Vor uns war eine Arbeitsfläche aufgebaut, mit einem Ofen und einem Behälter mit flüssiger Schokolade. Außerdem konnten wir vor uns auf dem Tisch alle möglichen Süßigkeiten sehen, die in der Chocolaterie hergestellt werden. Anschließend hat jeder von uns ebenfalls ein kleines Tütchen mit verschiedenen Süßigkeiten bekommen. Und dann ging die Vorstellung los. Der Chocolatier hat in der Backstube vor uns gezeigt, wie die handgemachten Süßigkeiten der Chocolaterie hergestellt werden. Er fing mit den Macarons an und erklärte, wie sie entstanden sind und wie man sie herstellt. Anschließend durfte jeder von selbst ein Macaron probieren, welches unter anderem in der Tüte vom Anfang war. Uns wurde danach gezeigt, wie die Pralinen gemacht werden und wie man aus flüssiger Schokolade einen Fußballschuh fertigt. Wie schon zuvor durften wir auch hier die passenden Süßigkeiten aus der Tüte probieren. Der Chocolatier hat uns ebenfalls erklärt, welche Kakaobohnen es gibt und wie aus ihnen Schokolade entsteht. Außerdem hat er uns gezeigt, wie die verschiedenen Sorten von Schokolade entstehen und dass es davon abhängt, wie viel Zucker, Kakaobutter und Kakaopulver benutzt wird. Zum Schluss hat er noch vorgeführt, wie die bekannten Bonbons, die Bergamotes de Nancy, handgemacht hergestellt werden und wie sie entstanden sind. Wir durften diese Spezialität dann auch aus unserer Tüte kosten. Als die Vorstellung vorbei war, durften wir dann noch in Gruppen in den Laden und uns die gerade vorgestellten Süßigkeiten kaufen.
Nach dem Besuch in der Chocolaterie Batt liefen wir zur Place Stanislas, einem großen Platz im Zentrum von Nancy mit schönen Häusern. Wir hatten Zeit zur freien Verfügung und sollten in dieser Zeit etwas essen. Die meisten gingen in Gruppen mit ihren Austauschpartner/innen in Fastfood-Läden. Danach trafen sich alle am Treffpunkt auf dem Platz. Dort wurden wir mit unseren Austauschpartner/innen in Gruppen für die Stadtrallye eingeteilt. Bei der Stadtrallye lernten wir die wichtigsten Gebäude von Nancy kennen, wie zum Beispiel das Rathaus, und mussten Gruppenfotos mit den Sehenswürdigkeiten machen. Dabei liefen wir durch den Park in Nancy und lernten uns und unsere Austauschpartner/innen besser kennen. Zum Schluss gab es noch für jedes Kind zwei Kugeln Eis, es gab eine riesige Auswahl an Eissorten. Den Abend verbrachten wir mit den Familien und machten uns bereit für den ersten Schultag oder den Ausflug nach Verdun.
Jasmin Clases & Luise Schneider
Freitag, 12. Juni 2026
Heute durften wir den normalen Alltag der Schüler/innen am Collège les Cuvelles in Vaucouleurs miterleben. Nur diejenigen von uns, deren Corres in der 9. Klasse sind, fuhren mit auf die Exkursion der 9. Klassen des Collège nach Verdun, einem wichtigen Schauplatz des Ersten Weltkriegs. Die meisten von uns erlebten aber die Schule: Der Unterricht der 379 Schüler/innen startet jeden Morgen pünktlich um 8:30 Uhr. Nach einer kurzen Taschenkontrolle am Tor sammeln sich alle Schüler klassenweise auf dem Pausenhof. Dort werden sie vom jeweiligen Lehrer abgeholt und zum Klassenzimmer gebracht. Und dann startet der Unterricht. Die Schüler/innen haben dann Fächer wie Sport, Deutsch, Französisch, Mathe, Italienisch, Englisch, Kunst, Technologie, Physik oder Chemie. Anders als in Deutschland werden die ausfallenden Fächer durch eine Stunde in der Bibliothek ersetzt, wo die Schüler Hausaufgaben erledigen, Referate vorbereiten oder auf Klassenarbeiten lernen können. Um 12:30 Uhr beginnt dann die Mittagspause, in welcher die Schüler/innen in der Schulkantine zu Mittag essen können. Sie dürfen während der Mittagspause das Gelände nicht verlassen. Dann geht es um 13:22 Uhr wieder in den Unterricht. Um 16:30 Uhr ist der Unterricht zu Ende und alle werden von ihren Schulbussen abgeholt und in die unterschiedlichen Dörfer/Städte gefahren. Nach der Schule gehen die meisten Schüler/innen ihren Hobbys nach. Es war ein sehr interessanter Tag.
Amelie Rumsauer & Nele Wahl
Samstag, 13. Juni 2026
Endlich Wochenende! Wir waren sehr froh, dass wir ausschlafen konnten, und freuten uns auf einen Samstag voller Abenteuer mit unseren Austauschpartnern.
Eine Besonderheit am Samstagmorgen, so wie auch an jedem anderen Tag, war, dass wir ohne Teller frühstückten. Zum Essen gab es häufig Baguette oder Müsli, aber auch Croissants. Nach den Frühstücksleckereien machten sich die Gastfamilien mit den jeweiligen Austauschpartnern auf den Weg zu ihren Ausflugszielen. Viele betätigten sich sportlich: Reiten, Kletterpark, Fahrradfahren oder Minigolf. Andere dagegen machten einen Tagesausflug nach Nancy, besichtigten den botanischen Garten oder aßen im Restaurant. Ein weiteres Highlight war der Besuch eines Freizeitparks mit verschiedenen Attraktionen, wie beispielsweise Rodeo-Reiten, einer Achterbahn mit Loopings und einem 66 Meter hohen Freefall Tower, bei dem man im Sitzen oder im Stehen fahren konnte.
Viele ließen den Abend mit einer Schwimmsession im eigenen Pool oder mit gemütlichen Gesellschaftsspielen ausklingen. Beliebte Spiele waren hierbei Skyjo, Uno oder Mario Kart. Wir bedanken uns für den erlebnisreichen Samstag und würden jedem einen Austausch nach Frankreich empfehlen!
Emelie Weitmann & Leonie Kettner
Sonntag, 14. Juni 2026
Am Sonntag verbrachten wir den Tag, wie auch schon am Samstag, ohne Lehrer, sodass jeder selbstständig mit seinen Französischkenntnissen zurechtkommen musste. Anfangs waren einige nervös, aber es funktionierte sehr gut. Wir konnten uns mit unseren Austauschpartnern verständigen und den Tag individuell gestalten.
Die verschiedenen Familien unternahmen dabei unterschiedliche Aktivitäten. Einige besuchten einen Klettergarten und konnten dort den Tag bei verschiedenen Parcours in luftiger Höhe verbringen. Andere gingen ins Freibad, genossen das schöne Wetter und kühlten sich im Wasser ab. Manche Schülerinnen und Schüler nutzten den Tag, um Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu besichtigen. Dabei lernten sie die Kultur der Region besser kennen. Wieder andere gingen Kanufahren. Dort war Teamarbeit gefragt, um die Boote sicher über das Wasser zu steuern, was für viel Spaß und Chaos sorgte. Außerdem wurde zu der Zeit ein Markt veranstaltet, den einige besuchten. Da konnte man die französische Alltagskultur besonders gut kennenlernen. Ein paar der Corres trafen sich auch, um gemeinsam Fußball zu spielen und zu essen. Aber es wurde auch das WM-Spiel zwischen Deutschland und Curaçao mitverfolgt.
Obwohl jeder den Tag anders verbrachte, hatten alle die Gelegenheit, Zeit mit ihren französischen Austauschpartnern zu verbringen und ihre Sprachkenntnisse anzuwenden. Insgesamt war es ein abwechslungsreicher und gelungener Sonntag, an dem wir viele neue Erfahrungen sammeln konnten.
Emil Zeitz & Nora Tyroller
Montag, 15. Juni 2026
Nachdem wir gegen 7:00 Uhr aufgestanden waren, machten wir uns zunächst fertig und gingen anschließend direkt zur Schule. Dort angekommen, hatten wir zuerst eine LMG-Stunde. Danach begann der reguläre Unterricht, für den wir uns in Reihen auf dem Schulhof aufstellen mussten. Die Lehrer holten uns dort ab und gingen mit uns in die Klassenzimmer.
Jeder deutsche Austauschschüler hatte einen anderen Stundenplan. Damit wir nicht ganz alleine waren, wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt. Ich hatte zunächst Deutsch mit der Klasse 5e und anschließend Naturwissenschaften mit derselben Klasse. Vor der Pause hatte ich noch einmal Deutsch, diesmal mit der Klasse 3e. Danach folgte eine etwas längere Pause. Anschließend hatten wir noch zwei weitere Unterrichtsstunden. Ich besuchte Französisch sowie eine Vertretungsstunde mit der 3e. Gegen 16:30 Uhr endete schließlich der Schultag.
Nach der Schule konnte man entweder mit seinem Corres nach Hause gehen oder in der Schule bleiben und beim Aufbau für das Abschlussfest helfen. Die meisten gingen nach Hause. Um 19 Uhr begann dann das Abschlussfest. Zunächst durften wir noch etwas Zeit auf dem Pausenhof verbringen, bevor Frau Dethorey eine Dankesrede hielt. Dabei bedankten sich auch Frau Danner und Frau Fehrmann sowohl bei den Gastfamilien als auch bei uns Schülerinnen und Schülern. Um 19:20 Uhr wurde das Buffet eröffnet. Es gab Pizza, Sandwiches, Getränke, Kuchen und viele Snacks wie z. B. Chips. Nach dem Essen hatten wir bis 21 Uhr noch Freizeit auf dem Pausenhof. Anschließend erhielten wir unsere Glaskunstwerke. Gegen 21:15 Uhr mussten dann alle zu ihren Corres nach Hause gehen, um die Koffer zu packen, denn am nächsten Tag ging es zurück nach Remseck.
Linus Soborka & Philipp Salm
Dienstag, 16. Juni 2026
Am letzten Morgen packte ich meine restlichen Sachen ein und aß noch schnell ein paar kleine französische Croissants. Dann war es leider auch schon Zeit, mich von meiner Gastfamilie zu verabschieden. Schweren Herzens sagten wir typisch französisch „au revoir“. Meine Gastmutter brachte mich, meinen Corres und seinen Bruder zur Schule. Dort verabschiedete ich mich dann endgültig und schweren Herzens von meinem Corres. Der Bus stand schon bereit und um 8 Uhr ging es auch schon wieder Richtung Deutschland. Nach ca. einer Stunde Fahrt standen wir leider schon in einem Stau, da eine Straße gesperrt war. Der Busfahrer fuhr dann über Land und wir sahen noch ein paar andere hübsche französische Dörfer. Kurz vor der Grenze musste der Busfahrer dann noch eine kleine Pause einlegen. Danach verlief die Fahrt ohne weitere Probleme. Als wir gegen halb 3 mit einer knappen Stunde Verspätung wieder am LMG ankamen, erwarteten uns unsere Familien und es nieselte kurz. Da realisierten wir, welch traumhaftes Wetter wir in Frankreich hatten. Es war auch wieder schön, seine eigene Familie wieder zu sehen.
Jakob Hoß
Fotos: Leonie Kettner, Luise Schneider, A. Danner